BSW Solar: Pressemeldungen

Zwei von drei Bürgern fordern Erneuerbare Energien bei Heizungstausch (Mi, 13 Mär 2019)
Zwei von drei Bürgern fordern Erneuerbare Energien bei Heizungstausch Neue Heizungen sollten künftig Erneuerbare Energien nutzen und besonders alte Öl- und Gasheizungen... Eine große Mehrheit der Bevölkerung fordert von der Bundesregierung verbindliche Vorgaben für die Nutzung Erneuerbarer Energien bei der Heizungsmodernisierung. In einer aktuellen Umfrage sprechen sich zwei Drittel der Befragten dafür aus, dass im Sanierungsfall die neue Heizung aus Erneuerbaren Energien gespeist werden muss - zumindest anteilig und sofern das technisch zumutbar ist. Mehr als die Hälfte der Befragten fordert zudem eine Pflicht, besonders klimaschädliche Öl- und Gasheizungen, die älter als 20 Jahre sind, durch effiziente Heizungssysteme zu ersetzen, die zumindest anteilig mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Das geht aus einer vom BSW-Solar beauftragten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. "Die Bundesregierung sollte zur Kenntnis nehmen, dass eine klare Mehrheit der Menschen mehr Klimaschutz im Gebäudebereich fordert und aus einer Stromwende endlich auch eine Wärme- und Verkehrswende machen. Die gewaltigen Potenziale der Solarenergie für die Raum-, Prozess- und Fernwärme müssen endlich gehoben werden. Die Zeit ist reif, Erneuerbare Energien zum Baustandard zu machen und ineffiziente alte Energieschleudern zu ersetzen", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar), anlässlich der internationalen Heizungs- und Klimatechnikmesse ISH, die noch bis zum 15. März in Frankfurt am Main stattfindet. Der BSW-Solar ist Partner des Technologie- und Energie-Forums auf der ISH. Die anhaltend geringe Modernisierungsquote bei Heizungen zeige, dass die Wärmewende ohne ordnungsrechtliche Vorgaben auf der Stelle trete. Körnig: "Die Bundesregierung sollte jetzt die Chance nutzen, mit einer Mehrheit der Bevölkerung im Rücken die Rahmenbedingungen schnell und hinreichend anzupassen. Andernfalls bleibt die Energiewende in deutschen Heizungskellern weiter ausgesperrt, werden Klimaziele weiter gerissen." Der Sanierungsstau kann nach Auffassung des BSW nur aufgelöst werden, wenn die Bundesregierung endlich auch im Bereich der Wärmeenergie politisch aktiv werde. Neben der schnellen Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes mit verbindlichen Zielen für die Reduzierung der CO2-Emissionen unter anderem im Gebäudebereich sei ein gesetzliches Maßnahmenprogramm mit verbindlichen Meilensteinen erforderlich, so der BSW-Geschäftsführer. Dieses müsse gleichermaßen Elemente von "Fördern und Fordern" enthalten und faire Investitionsbedingungen für erneuerbare Wärmetechnologien schaffen. Körnig: "Wirksame Lösungen liegen seit langem in der Schublade und harren auf ihre Umsetzung: Von der im Koalitionsvertrag vorgesehenen steuerlichen Förderung, über die Einführung einer aufkommensneutralen CO2-Bepreisung bis hin zu moderaten und sozial abgefederten gesetzlichen Mindeststandards auch im Gebäudebestand." Während Erneuerbare Energien inzwischen rund 40 Prozent des Stromverbrauchs decken, stagniert ihr Anteil an der Wärmeversorgung seit vielen Jahren bei unter 15 Prozent. Ein Drittel des Endenergieverbrauchs entfallen alleine auf die Heizung und Warmwasserbereitung. In seiner Bedeutung für den Klimaschutz rangiert der Wärmesektor damit noch vor dem Stromsektor.   Hintergrund In Deutschland sind inzwischen rund 2,4 Millionen Solarwärmeanlagen in Betrieb. Sie nutzen Sonnenenergie, um warmes Brauchwasser, Raum- oder Prozesswärme zu erzeugen. Im energetisch optimierten Neubau können Solarthermieanlagen über 50 Prozent des Wärmebedarfs liefern. Sie lassen sich mit beinahe jedem Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Und mit dem passenden Wärmespeicher wird die Wärme auch für die Nacht und bis zu mehreren Wochen in den Winter hinein gespeichert. Wie der Umstieg auf Solarwärme auch während der Heizperiode gelingt, zeigt der neue Kurzfilm "Heizen mit Sonne und Erdgas", der auf dem BSW-Youtubekanal veröffentlicht wurde: https://youtu.be/Xt2U9Cypnxc.   Bitte beachten Sie auch unsere Pressegrafiken zum Thema: Pressegrafik zur Umfrage: https://bsw.li/2NZSljQ Anzahl der Solarthermie-Anlagen in Deutschland: https://bsw.li/2NZJS07 Die Ergebnisse der YouGov-Repräsentativbefragung finden Sie hier: https://bsw.li/2NYAQ3r
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Solarstromspeicher auf der Schwelle zum Massenmarkt (Tue, 12 Mar 2019)
Solarstromspeicher auf der Schwelle zum Massenmarkt Bundesverband Solarwirtschaft erwartet ein anhaltend starkes Marktwachstum bei Solarstromspeichern... Die Nachfrage nach Solarstromspeichern wird in Deutschland nach Einschätzung des Solar- und Speicherverbandes BSW auch in den nächsten Jahren weiter kräftig wachsen. Bei neuen Solarstromanlagen gehört die Kombination mit Batteriespeichern inzwischen zum Standard, um selbst erzeugte Solarenergie rund um die Uhr nutzen zu können. Die Technologie stehe auf der Schwelle zum Massenmarkt. „Das Bedürfnis, sich Vorräte anzulegen ist tief im Menschen verwurzelt. Für die Energiewende ist es ein Erfolgsprinzip und energiewirtschaftlich sinnvoll, um das schwankende Angebot von Solar- und Windenergie an die Stromnachfrage anzupassen und den Netzausbaubedarf zu reduzieren. Die wachsende Beliebtheit von Photovoltaik und Speichern gehen dabei Hand in Hand“, freut sich BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Weitere Marktimpulse für die Errichtung von Heim- und Gewerbespeichern erwartet der BSW in den nächsten Jahren durch die Einführung der Elektromobilität, die Digitalisierung und die Nachrüstung der rund 1,5 Millionen bereits installierten Solarstromanlagen, sobald diese nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen. Nach regelmäßigen BSW-Erhebungen sind die Preise für schlüsselfertig installierte Solarstromspeicher in den letzten fünf Jahren um rund 60 Prozent gesunken. Inzwischen seien rund 120.000 Solarstromspeicher in Deutschland in Betrieb, 2018 kamen nach einer ersten Einschätzung des Verbandes 35.000 bis 40.000 neue Speicher hinzu. Solarspeicher bieten der Energiewende vielfältige Vorteile: Sie ermöglichen es, den erzeugten Solarstrom vor Ort effizienter zu nutzen, Lastspitzen zu verschieben, Stromnetze zu entlasten und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität zu erleichtern. Mit einer Studie der TU-Braunschweig hatte der BSW erst jüngst verdeutlicht, dass sich mit einer intelligenten Verzahnung von Speichern, Solarenergie und Ladeinfrastruktur der für die Verkehrswende notwendige Stromnetzausbau deutlich reduzieren lässt. Der BSW appelliert an die Politik, die Regulierung dezentraler Stromspeicher zu vereinfachen, um ihrer hohen energiewirtschaftlichen Bedeutung gerecht zu werden. Rückenwind dafür gibt es nun auch von der Europäischen Union. Diese hatte sich kurz vor dem Jahreswechsel im Rahmen der Verhandlungen zur Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie darauf verständigt, dass Speicher bei der Erbringung von Netzdienstleistungen nicht mehr doppelt mit Abgaben und Umlagen belastet werden dürfen. Der BSW rechnet mit einer baldigen Umsetzung in nationales Recht. In der Folge könne künftig ein gewaltiger Schwarm dezentraler Speicher mit Hilfe der Digitalisierung für netzdienliches Verhalten deutlich leichter aktiviert werden. Auch die Kohlekommission hat in ihrem Abschlussbericht die hohe Bedeutung von Speichern für den Erfolg der Energiewende unterstrichen. Über den Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Der BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V. vertritt neben der Solarwirtschaft die Interessen von führenden Speicherunternehmen in Deutschland. Darunter befinden sich namhafte Speicherhersteller wie die jüngst von Shell übernommene Sonnen sowie VARTA, SOLARWATT, SENEC, FENECON, HOPPECKE, TESVOLT oder BAE. Der BSW agiert als Informant, Berater und Vermittler im Aktionsfeld zwischen Wirtschaft, Politik und Verbrauchern. Er sorgt für Marktzugang und Investitionssicherheit in den Wachstumsbranchen Solar- und Speichertechnik. Wichtige Unternehmen der Solar- und Speicherbranche - von Rohstofflieferanten und Produktionsfirmen über das Handwerk bis hin zu Betreibergesellschaften, Planern und Financiers - sind im BSW organisiert. Hintergrund: Pressegrafik "Solarstromspeicher erreichen Meilenstein": https://bsw.li/2O018lI Pressegrafik "Solarstromspeicher - wichtiger Baustein für die Energiewende": https://bsw.li/2NZIWsD Pressegrafik "Mehr E-Autos laden mit Sonnenbatterien": https://bsw.li/2NVTWHi Jüngste BSW-Pressemitteilungen zum Thema Solarstromspeicher: Wie man den richtigen Solarstromspeicher findet, 12.2.2019: https://bsw.li/2O0r7cT Solare Heim- und Gewerbespeicher vermeiden Netzausbau für E-Autos, 4.2.2019: https://bsw.li/2MQaH6m
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Breite Verbände-Allianz gegen Solardeckel (Wed, 27 Feb 2019)
Breite Verbände-Allianz gegen Solardeckel Bündnis aus Mittelstand, Verbraucher- und Umweltschutz fordert Abschaffung des EEG-Förderdeckels /... Ein breites Verbändebündnis spricht sich für einen stärkeren Ausbau der Solarenergie aus und fordert von der Bundesregierung die sofortige Streichung eines Förderdeckels im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Photovoltaik-Dachanlagen seien eine tragende Säule der Energiewende, sie reduzierten den Flächenbedarf und seien Akzeptanzträger der dezentralen Energiewende. Die 15 Erstunterzeichner vertreten die Interessen von mehreren 100.000 Unternehmen und mehr als 10 Millionen Bürgerinnen und Bürgern. Der Initiative des Bundesverbandes Solarwirtschaft haben sich führende Dach- und Bundesverbände aus den Bereichen Mittelstand, Handwerk, Energie- und Immobilienwirtschaft sowie Mieter-, Verbraucher- und Umweltschutz angeschlossen. Nach bisheriger Gesetzeslage aus dem Jahr 2012 sollen neue Solarstromanlagen auf Gebäuden nicht mehr gefördert werden, sobald die Marke von 52 Gigawatt (GW) installierter Photovoltaik-Kapazität erreicht ist. Dies wird voraussichtlich bereits im Verlauf des kommenden Jahres der Fall sein. Derzeit sind in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 46 GW in Betrieb. Zwar sinken die Preise neuer Solarstromanlagen wie auch deren Fördersätze von Monat zu Monat, so dass die EEG-Marktprämie im Verlauf der 20er Jahre überflüssig werden dürfte und neue Photovoltaiksysteme bereits absehbar unter fairen marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen förderfrei errichtet werden können. Bei einem abrupten und zu frühen Förderende würde auch nach Einschätzung von Regierungsberatern, die den Erfahrungsbericht Erneuerbare Energien verfasst haben, der Ausbau von PV-Dachanlagen hingegen stark einbrechen. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) erklärt: „Der Solardeckel stammt noch aus einer anderen Zeit. Inzwischen ist der Bundesregierung klar, dass deutlich mehr Solarenergie erforderlich ist, um das Klimaproblem in den Griff zu bekommen. Mit preiswerter Bürgerenergie bieten wir der Politik die Chance, das Versprechen einer sauberen Energieerzeugung umzusetzen. Solarstrom aus großen Solarparks steht bereits an der Schwelle zur Wettbewerbsfähigkeit und auch der Förderbedarf neuer Solardächer wird im Verlauf der 20er Jahre gegen Null sinken. Das ist ein großer Erfolg! Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, jetzt ist die Politik am Zug.“ Wer weiter Solardächer ermögliche und viele Bürger und Unternehmen an den Vorteilen der Energiewende beteilige, sichere die Akzeptanz für diese Generationenaufgabe, so Körnig. Nach einer repräsentativen Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov vom November 2018 hält es nur 6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland für richtig, die Förderung von Solardächern bei 52 Gigawatt ganz zu stoppen, egal wie viele Solaranlagen dann noch gebaut werden. Die weitüberwiegende Mehrheit der Bürger (75 Prozent) – quer durch alle Wähler- und Bevölkerungsschichten – ist hingegen der Auffassung, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik sicherstellen sollte, dass genügend Solaranlagen gebaut werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Im Koalitionsvertrag hatte sich die Bundesregierung darauf verständigt, den Ausbau Erneuerbarer Energien zu beschleunigen und bis 2030 von derzeit rund 38 Prozent auf 65 Prozent zu erhöhen. „Mit einem Solardeckel lässt sich dieses Ziel nicht erreichen“, so Körnig.   Hintergrund Gegenwärtig befasst sich der Deutsche Bundestag in einer Arbeitsgruppe mit dem weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien und erörtert in diesem Zusammenhang unter anderem die Frage nach einer Beseitigung des im Jahr 2012 gesetzlich verankerten Solardeckels. Zu den Erstunterzeichnern des Appells zur Streichung des Solar-Deckels zählen: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Bundesverband Energiespeicher (BVES) Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) Bundesvereinigung mittelständische Wirtschaft (BVMW) Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) Deutscher Mieterbund (DMB) Deutscher Naturschutzring (DNR) Greenpeace Energy Haus und Grund Deutschland Solar Cluster Baden-Württemberg Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) World Wildlife Fund for Nature (WWF) Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)     Zur Methodik der Online-Umfrage Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.051 Personen zwischen dem 12.11. und dem 14.11.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die kompletten Ergebnisse der Befragung finden Sie hier Pressegrafiken zum Thema in unserer Mediathekhttps://www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html
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BSW veröffentlicht neues Hinweispapier zur Temperaturwanderung (Fri, 22 Feb 2019)
BSW veröffentlicht neues Hinweispapier zur Temperaturwanderung Selbst bei kleinsten Dachneigungen wirken Hangabtriebskräfte / PV-Anlagen können „wandern“ und... Bei Photovoltaikanlagen auf Flachdächern gibt es eine spezielle technische Herausforderung, die schon bei der Planung der Anlage zu berücksichtigen ist: die Temperaturwanderung, in Fachkreisen auch als „Raupeneffekt“ bekannt. Durch immer wieder auftretende Temperaturschwankungen – sei es zwischen Tag und Nacht sowie im Verlauf der Jahreszeiten – treten Dehnungs- und Schrumpfungseffekte auf, die zu Bewegungen führen. Selbst bei kleinsten Dachneigungen machen sich die Hangabtriebskräfte bemerkbar, so dass sich die PV-Anlage über die Zeit millimeterweise hangabwärts bewegt. Deshalb müssen zur Lagesicherung auch Temperatureffekte wie Temperaturwanderung berücksichtigt werden. Wie diese technische Herausforderung bei der Planung und Berechnung zu berücksichtigen ist und welche Lösungswege es gibt, fasst das neue Hinweispapier des Bundesverbandes Solarwirtschaft zusammen. Mit dem Titel „Lagesicherung von PV-Flachdachanlagen gegen Verschiebung aufgrund thermischer Dehnungen („Temperaturwanderung“)“ haben die in der Fachgruppe Bautechnik vertretenen Experten auf zehn Seiten den Stand der Technik dargestellt. „Photovoltaik-Flachdach-Anlagen sind ein wichtiges Marktsegment und bieten ein großes Potenzial zum Ausbau der Photovoltaik in Deutschland, insbesondere auf Gewerbe- und Industriegebäuden. Mit den Lösungsansätzen lassen sich die Vorteile der aufgeständerten Photovoltaikanlagen nutzen und zugleich mögliche Schäden verhindern“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Wenn bei der Planung die Temperaturwanderung nicht ausreichend berücksichtigt wird, kann das Gestell der PV-Anlage auf andere Komponenten auf dem Dach stoßen oder sich verhaken. Es können Schäden an der Dachabdichtung oder anderen Komponenten wie Attika, Lichtkuppeln, Lüftungsrohren, Blitzschutzanlagen, Kabelzuführung etc. entstehen. Im schlimmsten Fall, wenn keine „Hindernisse“ vorhanden sind und keine Inspektion und Wartung durchgeführt wird, kann sich die PV-Anlage im Laufe der Jahre bis über die Dachkante hinaus bewegen. Durch Anlagenbewegungen können außerdem Schäden an elektrischen Komponenten entstehen, wie z.B. Leitungsschäden, und damit verbunden Risiken durch blanke Leitungen (elektrischer Schlag, Lichtbogengefahr). Eine Sicherung der PV-Anlage gegen Bewegungen ist daher zwingend notwendig, nicht nur zum Schutz der Dachabdichtung, sondern auch aus Gründen der elektrischen Sicherheit und des Brandschutzes. Das kostenlose Hinweispapier kann hier heruntergeladen werden.
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Solarwärme wächst – zu langsam (Thu, 21 Feb 2019)
Solarwärme wächst – zu langsam Trotz reger Bautätigkeit und staatlicher Klimaziele wurden im Jahr 2018 zu wenig neue... Berlin, den 21. Februar 2018 – Die Zahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um rund 71.000 gewachsen. Im Jahr 2017 wurden noch 78.000 Solarthermieanlagen neu installiert. Gemessen an der Kollektorfläche beträgt der Marktrückgang ca. 8 Prozent. Insgesamt erzeugen hierzulande aktuell (Stand Ende 2018) etwa 2,4 Millionen Solarthermieanlagen Solarwärme (vgl. Pressegrafik). Das teilen der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) heute mit. „Solarheizungen sind populär, weil sie sich mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombinieren und unkompliziert nachrüsten lassen. Trotzdem wächst die Zahl der Solarwärmeanlagen nicht im gewünschten Maße“, konstatiert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Bei zu vielen Neubauten und Heizungssanierungen bleibt die Kraft der Sonne ungenutzt. Staatliche Förderprogramme sind oft unbekannt und weisen Lücken auf.“ BSW und BDH fordern übereinstimmend eine Verbesserung der Anreize. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz dürften zudem von der Politik nicht gegeneinander ausgespielt werden, so die übereinstimmende Forderung beider Bundesverbände. „Die Kombination von effizienter Heiztechnik und Solarthermie ist eine lohnende Investition. Gegenüber einer Altanlage lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent realisieren. Dies macht sich nicht nur finanziell bemerkbar, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. Der staatliche Zuschuss für die solare Heizungsmodernisierung eines Eigenheims beträgt in der Regel 3.600 Euro, mindestens aber 2.000 Euro. Sanierer, die sich für eine Solaranlage ausschließlich zur reinen Warmwasserbereitstellung entscheiden, erhalten jetzt mindestens 500, maximal 2.000 Euro. Gefördert wird ebenfalls die Erweiterung einer bereits existierenden „Sonnenheizung“ mit bis zu 2.000 Euro. Dazu muss das bisherige Heizsystem eine Kollektorfläche von vier bis höchstens 40 Quadratmeter haben und bereits zwei Jahre im Einsatz gewesen sein. Wird ein Haus nachgerüstet, welches mehr als drei Wohneinheiten beherbergt, so werden bis zu 100 Quadratmeter Kollektorfläche mit 200 Euro pro Quadratmeter durch die sogenannte Innovationsförderung begünstigt. Im Neubau werden Solarwärmeanlagen derzeit nicht staatlich gefördert.   Hintergrund Solarwärmeanlagen nutzen Sonnenenergie, um warmes Brauchwasser und Raumwärme zu erzeugen. Im energetisch optimierten Neubau können Solarthermieanlagen über 50 Prozent des Wärmebedarfs liefern. Sie lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Wie der Umstieg auf Solarwärme auch während der Heizperiode gelingt, zeigt der neue Kurzfilm „Heizen mit Sonne und Erdgas“, der auf dem BSW-Youtubekanal veröffentlicht wurde: youtu.be/Xt2U9Cypnxc. Wichtig: Die Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm müssen immer vor Beginn der Umbauarbeiten beantragt werden, zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).    
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Kohleausstieg erfordert Solar-Turbo (Fri, 15 Feb 2019)
Kohleausstieg erfordert Solar-Turbo Erste Solarauktion im neuen Jahr erfolgreich abgeschlossen / Bundesverband Solarwirtschaft e.V.... Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. appelliert an die Bundesregierung, die Empfehlungen der Kohlekommission zeitnah ohne Abstriche gesetzlich zu fixieren. Im gleichen Atemzug müsse der Ausbau Erneuerbarer Energien nun deutlich beschleunigt werden, um eine „Energielücke“ in Deutschland zu vermeiden.  Andernfalls werde der  Energiebedarf statt aus Atom- und Kohlekraftwerken künftig weitgehend durch Energieimporte oder heimische Gaskraftwerke gespeist werden. Die Klimaschutzziele seien so nicht erreichbar. „Erste in Planung befindliche förderfreie Solarparks sowie die Ergebnisse der jüngsten Photovoltaik-Auktionen belegen, wie preiswert und leistungsfähig die Solarenergie inzwischen ist. Die Zeit ist reif, bestehende solare Investitionsbarrieren in der Stadt und auf dem Land zu beseitigen und die EE-Ausbauziele auf die neuen Energie- und Klimaziele auszurichten. Wir hoffen auf eine zügige Gesetzesvorlage, welche diesen Ansprüchen Rechnung trägt“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW). Die jährlichen Ausbauziele für Solarenergie müssen in den 20er Jahren für Photovoltaik und Solarthermie nach Einschätzung des BSW mindestens verdreifacht werden. Sollten Fortschritte bei der Energieeffizienz weiter auf sich warten lassen, so seien noch deutlich höhere Solartechnik-Zuwachsraten zur klimafreundlichen und preiswerten Deckung des künftigen Energieverbrauchs notwendig. Körnig: „Mit Beschränkungen wie dem 52-Gigawatt-Solardeckel und zunehmender Bürokratie ist das nicht zu machen. Statt Deckeln benötigen wir einen Solar-Turbo. Unsere Branche steht mit preiswerten und innovativen Solar-, Hybrid- und Speicherlösungen bereit, die sich mit Hilfe der Digitalisierung und moderner Energiemanagementsysteme ausgezeichnet in die Strom- und Wärmeversorgung integrieren lassen.“ Der BSW rechnet in den nächsten Jahren mit einem deutlich wachsenden Stromverbrauch in Deutschland infolge weiteren Wirtschaftswachstums, der Verbreitung der Elektromobilität und einer zunehmenden Sektorenkopplung. Zur Jahrtausendwende lagen die Preise von Solarstrom noch bei deutlich über 70 Cent je Kilowattstunde. Inzwischen liegen sie bei neuen Solarparks der Megawattklasse mehr als 90 Prozent darunter – nach der aktuellen Veröffentlichung der Auktionsergebnisse durch die Bundesnetzagentur bei rund fünf Cent je Kilowattstunde. Zum Vergleich: Strom aus neuen Kohlekraftwerken kostet rund 6 Cent je Kilowattstunden, unter Einbeziehung von Gesundheits- und Klimafolgekosten rund 15 Cent je Kilowattstunde. Hintergrund: Die am 1. Februar beendete Ausschreibung für PV-Anlagen war laut der heutigen Veröffentlichung der Bundesnetzagentur mehrfach überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 175 Megawatt wurden 80 Gebote mit einem Umfang von 465 Megawatt eingereicht. Bezuschlagt wurden 24 Projekte mit einer Gesamtleistung von 178 Megawatt, davon 22 Projekte in Bayern. Die Zuschläge liegen zwischen 4,11 ct/kWh und 5,18 ct/kWh, der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 4,80 ct/kWh. Die Photovoltaik trägt derzeit zu rund acht Prozent zum Stromverbrauch Deutschlands bei. Ihr Ausbau wurde unter anderem mittels stark begrenzter Auktionsvolumen, zahlreicher Marktbarrieren und einer finanziellen Belastung der solaren Eigen- und Direktversorgung vor fünf Jahren politisch stark ausgebremst. Link zu den Ausschreibungsergebnissen auf den Seiten der Bundesnetzagentur: https://bsw.li/2V682IP
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Wie man den richtigen Solarstromspeicher findet (Tue, 12 Feb 2019)
Wie man den richtigen Solarstromspeicher findet Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage ist klimafreundlich und deutlich günstiger als der... Warum überhaupt Solarstromspeicher? Mit einem Solarstromspeicher steht der selbst erzeugte Solarstrom Tag und Nacht zur Verfügung. Mit Zeitschaltuhren oder Energiemanagern ist zwar schon ein hoher Grad an Unabhängigkeit vom Energieversorger von bis zu 40 Prozent möglich. Der Großteil des Solarstroms aber wird als Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist. Steigt der Stromverbrauch am Abend an, muss in der Regel der benötigte Strom vom Energieversorger teuer zugekauft werden. Ist ein Solarstromspeicher integriert, fließt der nicht direkt genutzte Solarstrom in die Batterie und steht zeitunabhängig zur Verfügung. So lassen sich Autarkiegrade von bis zu 80 Prozent erreichen. Außerdem bieten einige Solarstromspeicher wichtige Funktionen wie die Notstromversorgung oder die unterbrechungsfreie Stromversorgung. Für das Energiesystem und damit für die Allgemeinheit bringen sie ebenfalls wichtige Vorteile.   Wollen Sie eine neue Photovoltaikanlage mit Speicher installieren? Mehr als jede zweite neue Photovoltaikanlage wird bereits heute direkt mit einem Speicher installiert. Das hat den Vorteil, dass sämtliche Komponenten von Anfang an aufeinander abgestimmt werden können und direkt große Teile des selbst erzeugten Solarstroms im eigenen Haus genutzt werden können.   Oder soll der Speicher eine bestehende Photovoltaikanlage ergänzen? In Deutschland sind mehr als 1,7 Millionen Photovoltaikanlagen installiert, darunter rund 1 Million kleine Photovoltaikanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern. Früher waren Solaranlagen noch teuer und daher auch die gesetzlich für 20 Jahre gesicherte Einspeisevergütung entsprechend hoch, sodass ältere Anlagen den Solarstrom vollständig ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Mittlerweile liefern Photovoltaikanlagen so günstigen Solarstrom, dass der Eigenverbrauch viel wirtschaftlicher als die Einspeisung ist. Spätestens nach dem Auslaufen der Einspeisevergütung ist der eigene Solarstromspeicher interessant. Für kleine Photovoltaikanlagen bis 10 kWp, die ab 2009 in Betrieb gegangen sind, lohnt sich ebenfalls eine Speicherbatterie, weil bei diesen Solaranlagen für den selbst genutzten Strom ein Bonus gezahlt wird oder der Einspeisetarif deutlich unter dem aktuellen Strompreis liegt.   Allein oder in Gemeinschaft? Mehrere Speicherhersteller bieten die Möglichkeit, Teil einer Solarstromgemeinschaft zu werden und den eigenen Stromspeicher an das Netzwerk anzuschließen. Der Besitzer des Photovoltaik-Speichersystems kann dann seinen nicht benötigten Solarstrom anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, wenn der eigene Stromspeicher bereits vollgeladen ist. Umgekehrt kann er bei Bedarf den Strom der anderen Gemeinschaftsmitglieder nutzen. Das bedeutet hundert Prozent Solarstrom und maximale Unabhängigkeit vom klassischen Energieversorger.   Was bedeuten „kW“ und kWh“? Das „h“ ist zwar klein geschrieben, es steht physikalisch aber für einen großen Unterschied. Ein Staubsauger etwa hat eine Leistung von 1000 Watt oder 1 Kilowatt (kW). Wer eine Stunde lang mit dem Staubsauger die Wohnung reinigt, verbraucht in der Zeit 1 Kilowattstunde (kWh) Strom. Wenn also ein Batteriespeicher eine Kapazität von 10 Kilowattstunden hat, könnte man mit dem gespeicherten Strom 10 Stunden ohne Pause staubsaugen. Als zweites kommt die (Abgabe-)Leistung des Speichers hinzu. Liegt die Leistung des Speichers zum Beispiel bei 4 kW, könnte die Batterie zeitgleich vier Staubsauger mit Strom versorgen.   Wie viel Kapazität sollte der Speicher haben? Die Speicherkapazität (in kWh) sollte sich am Stromverbrauch und der Größe (Leistung) der Photovoltaikanlage orientieren. Gebräuchlich ist aktuell ein Verhältnis von 1:1 – bei einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 6 Kilowatt sollte die Batterie also eine Kapazität von rund 6 Kilowattstunden haben. Wer mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger haben möchte, setzt auf eher große Photovoltaikanlagen in Kombination mit einem mittelgroßen Speicher, der auch im Frühjahr und Herbst die Versorgung in der Nacht sicherstellen kann. Wichtig hierbei: Bei Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von mehr als zehn Kilowatt wird eine anteilige EEG-Umlage auf den selbstverbrauchten Strom fällig. Wie sich Stromverbrauch, Größe der Photovoltaik-Anlage, Speicherkapazität und Unabhängigkeit gegenseitig beeinflussen, lässt sich online anhand von Speicherrechnern darstellen (https://die-sonne-speichern.de/speicherrechner/ oder https://pvspeicher.htw-berlin.de/unabhaengigkeitsrechner/).   Wie sicher sind Batteriespeicher? Im Eigenheimbereich werden vornehmlich Batteriespeicher mit Lithium-Technologie installiert. Wie das Umweltbundesamt bestätigt, sind Lithium-Batterien bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Da Lithiumzellen über eine hohe Energiedichte verfügen, ist es trotzdem ratsam, bei der Batteriewahl auf das Einhalten von Sicherheitsstandards zu achten. Das Produkt sollte entweder nach dem Sicherheitsleitfaden zertifiziert sein, den der BSW-Solar zusammen mit anderen Verbänden und unter Beteiligung des TÜV Rheinland veröffentlicht hat, oder eine der folgenden Normen oder Anwendungsregeln einhalten, die im Kern ähnliche Ziele sicherstellen: VDE-AR-E 2510-50 DIN EN 62619 UL 1973 DIN EN 62619   Ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung notwendig? Viele Batteriebesitzer möchten auch noch dann über Strom verfügen, wenn die Nachbarn wegen eines Blackouts im Dunkeln sitzen. Dafür reicht in der Regel eine Notstromfunktion aus, die kurz nach dem Stromausfall aktiv wird. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung wird benötigt, wenn zum Beispiel Computerserver permanent betrieben werden müssen. Da es bei den Notstromsystemen aber sehr viele technische Unterschiede gibt, sollte sich der Kunde im Vorfeld hierzu vom Installateur genau informieren lassen.   Mit welchen Kosten muss man rechnen? In den vergangenen Jahren gab es einen regelrechten Preisrutsch bei Batteriespeichern. Von 2014 bis 2018 haben sich die Preise halbiert. Komplette kleine Energiespeichersysteme inklusive Installation und Mehrwertsteuer gibt es derzeit (Stand: September 2018) bereits ab rund 5.000 Euro.   Welche Vorteile bringt der Speicherpass? Der von BSW-Solar und ZVEH entwickelte Photovoltaik-Speicherpass ist ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung und Produktdokumentation. Mit ihm dokumentiert der Installationsbetrieb die Qualität seiner Arbeit und der eingesetzten Komponenten. Das Dokument kann der Fachbetrieb für Kunden kostenfrei ausstellen. Weitere Informationen auf www.photovoltaik-anlagenpass.de.   Wo finde ich qualifizierte Anbieter und Installationsbetriebe? Fachpublikationen berichten von Zeit zu Zeit über Neuheiten auf dem Speichermarkt und liefern Anbieterübersichten. Die Hersteller geben gerne Auskunft darüber, welche Fachbetriebe ihre Produkte verkaufen und installieren. Wichtige Quellen sind neutrale Plattformen wie www.die-sonne-speichern.de, die über eine Postleitzahlensuche lokale Fachbetriebe auffindbar machen.
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Solare Heim- und Gewerbespeicher vermeiden Netzausbau für E-Autos (Mon, 04 Feb 2019)
Solare Heim- und Gewerbespeicher vermeiden Netzausbau für E-Autos Studie der TU Braunschweig: Solarstromanlagen in Kombination mit Batteriespeichern ermöglichen... Bei einem intelligenten Zusammenwirken von Erneuerbaren Energien und Speichern lassen sich Netzengpässe im Zusammenhang mit der Elektromobilität weitgehend vermeiden: Durch den Einsatz von Solarstromanlagen mit Batteriespeichern können die heutigen Stromverteilnetze in Ortsteilen mit privater Ein- und Zweifamilienhausbebauung mehr als jeden zweiten angeschlossenen Haushalt mit einer eigenen 11 kW-Ladestation für Elektroautos versorgen (bis zu 60 Prozent). Damit verdoppeln dezentral installierte Solarstromspeicher die Ladekapazität gegenüber einem klassischen Niederspannungsverteilnetz. Die Mehrzahl der neu installierten Solarstromanlagen wird nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft inzwischen gemeinsam mit einem Batteriespeicher installiert. Im Falle einer Modernisierung des regulatorischen Rahmens zur Nutzung des gesamten Flexibilitätspotenzials dezentraler Batteriespeicher, ließe sich sogar eine Komplettversorgung mit E-Auto-Ladepunkten in den vorstädtischen und dörflichen Ortsnetzen erreichen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Institutes elenia der Technischen Universität Braunschweig, die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit Unterstützung von „The smarter E Europe“, der Innovationsplattform für die neue Energiewelt, heute in Berlin vorgestellt hat. „Die Elektromobilität mit einem steigenden Bedarf an Ladepunkten kann die bestehenden Energieversorgungsnetze zwar vor Herausforderungen stellen. Wenn aber alle Möglichkeiten von privaten Photovoltaik-Speichersystemen genutzt werden, erreichen wir im typischen Stromverteilnetz die Vollabdeckung mit Ladepunkten in der Regel ohne weitere Ausbaumaßnahmen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel, einer der beiden Autoren der Studie. „Während der Anschluss vieler der 1,7 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland vor einigen Jahren von den Netzbetreibern vor allem als Herausforderung gesehen wurde, sind inzwischen private Photovoltaik-Speichersysteme ein Teil der Lösung zur Netzintegration der Elektromobilität.“   „Mit Solarstrom vom eigenen Dach und dem Batteriespeicher im Keller wird aus dem Zuhause eine Tankstelle, die jederzeit sauberen Antrieb ermöglicht und teuren Netzausbau vermeidet“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Eine intelligente Verzahnung von Speichern, Solarenergie und E-Autos schafft Win-win-Lösungen, welche die Energiewende erheblich preiswerter und einfacher machen.“ Die Verkehrswende erfordere einen noch stärkeren Ausbau von Solarstromanlagen, Heim- und Gewerbespeichern. Die Politik sei zudem gefragt, die Regulierung dezentraler Stromspeicher zu vereinfachen, um ihrer hohen energiewirtschaftlichen Bedeutung gerecht zu werden, so Körnig. Rückenwind dafür gibt es nun von der Europäischen Union. Diese hatte sich kurz vor dem Jahreswechsel im Rahmen der Trilogverhandlungen zur Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und dem EU-Ministerrat darauf verständigt, dass Speicher von Prosumern bei der Erbringung von Netzdienstleistungen nicht mehr doppelt mit Abgaben und Umlagen belastet werden dürfen. Bei entsprechender Umsetzung in nationales Recht können die inzwischen mehr als 110.000 installierten und die künftigen Heimspeicher in Deutschland für netzdienliches Verhalten aktiviert werden. Hintergrund In der vom BSW initiierten Kurzstudie analysierten die Wissenschaftler anhand eines repräsentativen beispielhaften Vorstadtnetzes diverse Ansätze zur Steigerung der Zahl von Ladepunkten für die Elektromobilität. Im ersten Schritt nahmen die Forscher eine statische Simulation vor. Demnach könnten bereits heute im bestehenden Stromverteilnetz gut ein Fünftel der Haushalte (22 Prozent) zeitgleich Elektroautos mit einer Leistung von 11 Kilowatt (kW) beladen werden. Viele Wandladestationen für den privaten Bereich werden derzeit mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW angeschlossen. Bei ansonsten unveränderten Bedingungen konnte anhand von Verbrauchsprofilen belegt werden, dass an das Verteilnetz 45 Prozent der Haushalte mit einer 11-kW-Ladestation angeschlossen werden, sofern die Elektroautos entsprechend der Realität zeitversetzt beladen werden. Derzeit sind in Deutschland rund 75.000 reine Elektroautos und gut 314.000 Hybrid-Autos zugelassen. Eine deutlich steigende Durchdringung mit Ladepunkten in 60 Prozent der Haushalte wird erreicht, sobald in den angeschlossenen Häusern Photovoltaik-Batteriespeicher-Systeme vorhanden sind, die Blindleistung bereitstellen können. Durch die Blindleistungsbereitstellung wirkt der Batteriewechselrichter beim Laden spannungsstabilisierend auf das Stromnetz, selbst wenn der Stromspeicher leer ist. Schließlich wäre nach Auffassung der Wissenschaftler sogar eine Vollabdeckung mit Ladepunkten ohne weiteren Ausbau des Verteilnetzes technisch möglich, sobald Photovoltaik-Batteriespeichersysteme auch Strom aus dem Netz der allgemeinen Versorgung zwischenspeichern würden. Die Speicher würden für diesen Fall nicht nur selbst erzeugten Solarstrom, sondern auch Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und zwischenspeichern, um diesen im Bedarfsfalle für einen größeren Anteil gleichzeitiger Ladevorgänge bereitzustellen. Dieser Mehrfachnutzen ist vor allem in den sonnenarmen und zugleich windstarken Tagen des Winterhalbjahrs sinnvoll, weil dann Windstrom genutzt und zwischengespeichert werden kann. Aufgrund veralteter regulatorischer Rahmenbedingungen – wie dem Verbot, mehrere Dienstleistungen zur gleichen Zeit zu erbringen (etwa Mieterstrom und Regelenergie) – wird das Beladen dezentraler Speicher mit Strom aus dem Stromnetz derzeit noch erschwert. Mit dem Zusammenwirken von Photovoltaik, Speichertechnologien und Elektromobilität befasst sich auch die Innovationsplattform „The smarter E Europe“, die vom 15.-17. Mai 2019 in München u.a. vier Fachmessen und zahlreiche Konferenzen rund um die Themen zusammengeführt hat und deren Ausrichtung vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. aktiv unterstützt wird. Die Kurzstudie hier kostenfrei heruntergeladen werden: bsw.li/2MNiRfQ Eine Pressegrafik zum Thema finden Sie in unserer Mediathek www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html Über The smarter E EuropeDie Innovationsplattform für die neue Energiewelt umfasst Messen, Konferenzen, Foren, Workshops und weitere Veranstaltungen, die Besuchern, Ausstellern und Partnern die Gelegenheit bieten, über Visionen und zukunftsweisende Konzepte rund um die neue Energiewirtschaft zu diskutieren. Die The smarter E Europe setzt Schwerpunkte und Trends, treibt Entwicklungen voran und fördert den Austausch zwischen Branchen und Industrien. Vom 15. bis 17. Mai 2019 vereint The smarter E Europe auf dem Messegelände in München vier Fachmessen: •    Intersolar Europe – Die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft •    ees Europe – Europas größte und besucherstärkste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme •    Power2Drive Europe – Die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität •    EM-Power – Die Fachmesse für intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden
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Photovoltaikmarkt in Deutschland wächst 2018 um 68 Prozent (Thu, 31 Jan 2019)
Photovoltaikmarkt in Deutschland wächst 2018 um 68 Prozent Kohle- und Atomausstieg erfordern Verdreifachung des Solarenergie-Ausbautempos Berlin, den 31. Januar 2019 – Solarenergie wird bei Verbrauchern und Unternehmern immer beliebter. 2018 gingen nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 2.960 Megawatt neu in Betrieb. Das sind 68 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2018 deckte die Photovoltaik bereits rund acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Jede zweite Solarstromanlage wird nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) inzwischen gemeinsam mit einem Speicher installiert. Die gestiegene Nachfrage geht nach BSW-Angaben maßgeblich auf gesunkene Photovoltaik-Systempreise zurück. Nun vorliegende Zahlen der Bundesnetzagentur belegen, dass die Photovoltaik 2018 in allen Marktsegmenten kräftig zulegen konnte. Die Solarbranche zeigt sich zuversichtlich, dass die Nachfrage auch künftig weiter anziehen wird. Eine Basis dafür stellt das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankerte Vorhaben dar, den Ausbau Erneuerbarer Energien im Stromsektor in den nächsten Jahren zu beschleunigen und bis zum Jahr 2030 auf einen Anteil von 65 Prozent auszubauen. Auch die Kohlekommission unterstrich dieses Ziel jüngst in ihrem Abschlussbericht. „Solarenergie und Speicher stehen bereit, deutlich größere Beiträge für eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung des Strom-, Wärme- und Mobilitätssektors zu leisten. Sie können maßgeblich dazu beitragen, die Lücken verlässlich und preiswert zu schließen, die durch den Atom- und Kohleausstieg entstehen“, erklärt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Der BSW appelliert an die Bundesregierung, dafür noch in diesem Jahr die energiepolitischen Weichen zu stellen. Körnig: „Die jährlichen Solarenergie-Ausbauziele sind veraltet. Sie müssen kurzfristig mindestens verdreifacht, bestehende Marktbarrieren für die solare Direktversorgung zügig beseitigt werden.“
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Statement von Dr. Simone Peter, BEE-Präsidentin, zur Einigung der Kohlekommission (Tue, 29 Jan 2019)
Statement von Dr. Simone Peter, BEE-Präsidentin, zur Einigung der Kohlekommission Die Bundesregierung sollte jetzt zeitnah das Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, das... „Die Kohlekommission hat nach langen Verhandlungen einen Kompromiss erzielt, der Klarheit über die Zukunft der Energieversorgung bringt, einen sozialverträglichen Strukturwandel in den heutigen Kohleregionen einleitet und ihnen eine zukunftstaugliche Perspektive gibt. Mit Bezug auf die Klimaschutzambitionen muss der Beschluss im anschließenden Verfahren weiter konkretisiert und mit ambitionierten Maßnahmen unterlegt werden. Es ist gut, dass die Kommission das 65%-Ziel für Erneuerbare Energien in der Stromversorgung bis 2030 nochmals bekräftigt hat. Ein rascher Einstieg in den Kohleausstieg beinhaltet aus Sicht des BEE besondere Vorteile. Je eher Deutschland damit anfängt, desto früher beginnt die Modernisierung der Energiewirtschaft und die damit einhergehende Modernisierung des Industriestandortes. Und auch die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen schnellen Kohleausstieg, wie das jüngste, noch am Freitagmorgen veröffentlichte Politbarometer einmal mehr zeigt. Die Kommissionsempfehlungen für die Reduktion der Kohleverstromung in den 2020er Jahren werden voraussichtlich dazu beitragen, das nationale Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens werden damit jedoch noch nicht erreicht. Dies wäre vor dem Rahmen der Strukturkommission nur möglich, wenn die verbleibenden Kohlekraftwerke möglichst wenig in Betrieb sind. Eine Reduktion der Volllaststunden der Kohlekraftwerke lässt sich nur durch einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien sowie eine CO2-Bepreisung in ausreichender Höhe erreichen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass 2023 der Abschaltpfad an die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens angepasst wird. Spätestens dann sollte auch ein Abschaltplan für die Jahre 2025 bis 2030 beschlossen werden. Die Bundesregierung sollte jetzt zeitnah das Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, das sicherstellt, dass das von der Kommission befürwortete 65%-Ziel für Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 mit dem entsprechenden Zeit- und Mengengerüst umgesetzt wird. Da inzwischen auch die Industrieverbände (BDI, DIHK) bestätigen, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien dämpfend auf die Strompreise wirkt, sollte dem nichts mehr entgegenstehen. Zudem gäbe das auch den Arbeitsplätzen in der Branche der Erneuerbaren Energien mehr Sicherheit, die heute nicht gegeben ist. Im Klimaschutzgesetz sollten zugleich Maßnahmen vorgeschrieben werden, die die Zielerreichung in den anderen Sektoren ermöglichen und damit auch dort die Modernisierung und neue Chancen für den Industriestandort einleiten.“
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