BSW Solar: Pressemeldungen

Mit Solarstromspeichern die Energiewende beschleunigen (Mo, 27 Nov 2017)
Mit Solarstromspeichern die Energiewende beschleunigen BSW veröffentlicht 10-Punkte-Papier zum Abbau von Marktbarrieren für Solarstromspeicher und sieht... Berlin, den 27. November 2017 – Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. hat ein 10-Punkte-Papier zur weiteren erfolgreichen Markteinführung von Solarstromspeichern veröffentlicht, das der Politik als Richtschnur für die neue Legislaturperiode dienen soll. Bereits 75.000 Solarstromspeicher machen gegenwärtig in Deutschland preiswerten Solarstrom rund um die Uhr verfügbar und reduzieren den mit der Energiewende verbundenen Netzausbaubedarf. Die Nachfrage nach Solarstromspeichern steigt Jahr für Jahr kräftig an. Gleichzeitig haben sich die Preise solarer Heim- und Gewerbespeicher nach aktuellen Erhebungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft in den letzten vier Jahren halbiert (vgl. Pressegrafik auf bsw.li/2i2M2kd). Führende Anbieter von Solarstromspeichern stammen aus Deutschland und exportieren ihre Produkte in alle Welt. „Jetzt kommt es darauf an, den Markt für Solarstromspeicher weiter zu öffnen und zu beleben“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Ein starker Heimatmarkt für Speicher beschleunigt die Energiewende und ist Voraussetzung für den weiteren Erfolg und die Technologieführerschaft hiesiger Anbieter.“ Als Einstieg in eine Speicherstrategie schlägt der BSW eine Reihe von Sofortmaßnahmen vor, mit denen sich Speicher aus eigener Kraft am Markt behaupten können und die heimische Hightech-Branche ihre Spitzenposition ausbauen kann. Nicht hohe Zuschüsse seien dabei entscheidend, sondern der Abbau von Marktbarrieren. „Speicher sollten neben Erzeugung, Netz und Verbrauch endlich als eigenständiges Element des Energiesystems definiert und anerkannt werden“, so Körnig. „Belastungen mit Steuern und Umlagen müssen abgebaut, netzdienliche Wirkungen dagegen honoriert werden.“ Längst überfällig sei etwa die Abschaffung der EEG-Umlage auf die solare Eigen- und Direktversorgung, von der gespeicherte Solarenergie sogar teils doppelt betroffen sei. Außerdem sollten Speicher künftig auch gleichzeitig an allen Strommärkten teilnehmen dürfen, so die politische Forderung des Solar- und Speicherverbandes BSW. Der BSW ist zuversichtlich, dass seine Wünsche in der Politik auf offene Ohren stoßen werden. Der Verband verweist dabei auf eine bereits zwischen Union, FDP und GRÜNEN in den Sondierungsgesprächen erzielte Übereinkunft, Speichertechnologien „durch den Abbau von bürokratischen Hemmnissen sowie Umlagen und Abgaben voranzubringen und weiter zu fördern“. Körnig: „Wir erwarten, dass eine neue Bundesregierung diese Aufgabe sehr ernst nehmen wird. Jetzt entscheidet sich, wer bei dieser globalen Schlüsseltechnologie langfristig technologisch und industriell die Nase vorne hat.“ Das vollständige Impulspapier Stromspeicherpolitik des BSW finden Sie auf bsw.li/2B8XY7K Der Bundesverband Solarwirtschaft führt aktuell mit Unterstützung der Messe ees Europe eine Umfrage zur Lage und Entwicklung des Solarstromspeichermarktes durch, an der sich Branchenvertreter aller Wertschöpfungsstufen beteiligen können. Direktlink zur Umfrage: bsw.li/2ip5Mub Verbraucherinformationen rund um das Thema Stromspeicherung finden sich auf www.die-sonne-speichern.de.
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Weg frei für solaren Mieterstrom (Mo, 20 Nov 2017)
Weg frei für solaren Mieterstrom Neue Förderung von solarem Mieterstrom jetzt auch von der EU-Kommission genehmigt Die Europäische Kommission hat heute die Förderung solar erzeugten Mieterstroms beihilferechtlich genehmigt. Nachdem der Bundestag die Förderung bereits im Sommer beschlossen hat, kann sie jetzt starten. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) rechnet nun mit einem deutlich wachsenden Mieterinteresse an lokal erzeugten Solarstromangeboten. Auch aufgrund deutlich gesunkener Erzeugungskosten ließen sich diese oft preiswerter anbieten als konventionelle Stromtarife. Allein in den 20 größten deutschen Städten gibt es ein Potenzial von bis zu 33.000 Photovoltaikanlagen auf großen Wohngebäuden. Rund 1,4 Millionen Mieterinnen und Mieter könnten damit preiswerten Solarstrom beziehen. Das ist das Kernergebnis einer Potenzialanalyse für solaren Mieterstrom, die der BSW erst kürzlich gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), dem Deutschen Mieterbund (DMB) sowie dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD) vorgestellt hatte. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar): "Jetzt geht es endlich los mit dem Mieterstrom in Deutschlands Metropolen. Stark gesunkene Photovoltaik-Preise und das neue Mieterstromgesetz der Bundesregierung machen dies möglich. Wir beobachten am Markt eine stark wachsende Zahl an Akteuren, die aus den Startlöchern kommen und Mieterstromprojekte umsetzen wollen. Neben Wohnungsbaugesellschaften legen wir insbesondere auch Stadtwerken das neue Geschäftsmodell zur Kundenbindung sehr ans Herz." Weitere Informationen zum Thema Mieterstrom und die neue Förderung bietet das Infoportal www.sonne-teilen.de, das u.a. mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Intersolar Europe betrieben wird. Hintergrund Beim PV-Mieterstrom handelt es sich um Strom, der auf einem oder mehreren Gebäuden durch Solarenergie erzeugt und im Wege der Direktvermarktung an die Bewohner geliefert wird. Da dieser Strom ohne Nutzung eines allgemeinen Versorgungsnetzes zu den Kunden gelangt, enthält der Preis keine staatlichen Abgaben wie Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben, KWK-Umlage oder Stromsteuer. Die Mehrwertsteuerpflicht und die volle EEG-Umlage von derzeit rund 7 Cent je Kilowattstunde gelten jedoch auch für solaren Mieterstrom. Um die Wettbewerbsfähigkeit von PV-Mieterstrom zu erhöhen und den solaren Ausbau in den Städten zu fördern, garantiert das neue Mieterstromgesetz den Betreibern von PV-Mieterstromanlagen in Abhängigkeit von der Größe der Anlage und dem aktuellen EEG-Einspeisetarif einen Zuschlag von bis zu 3,8 Cent/kWh. Förderfähige Anlagen sind jedoch auf 100 kWp begrenzt. Der jährliche Mieterstromzubau wurde auf eine Leistung von 500 MWp gedeckelt. Auch ein Höchstpreis für PV-Mieterstrom wurde vom Gesetzgeber festgelegt. Er muss mindestens 10 Prozent unter dem am jeweiligen Ort geltenden Grundversorgungstarif liegen.
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"Deutschland kann es sich nicht leisten, länger in energiepolitischer Handlungsunfähigkeit zu verharren" (Mo, 20 Nov 2017)
"Deutschland kann es sich nicht leisten, länger in energiepolitischer Handlungsunfähigkeit zu verharren" Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, zu den gescheiterten... "Deutschland kann es sich nicht leisten, länger in energiepolitischer Handlungsunfähigkeit zu verharren. Weder das Klimaproblem, noch der rasante weltweite Strukturwandel in den Bereichen Energie und Mobilität warten auf Deutschland. Solar- und Speichertechnologie sind inzwischen preiswert verfügbar und längst bereit, deutlich mehr Verantwortung zu übernehmen. Unser Land muss jetzt rasch handlungsfähig werden. Marktbarrieren müssen dringend aus dem Weg geräumt werden, um mit Hilfe der Solarenergie, der Digitalisierung und der hohen Innovationskraft der EE-Branche, die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität zu dekarbonisieren sowie nahtlos und intelligent miteinander zu verknüpfen. In den nächsten vier Jahren werden sich die Standards für die entscheidende Phase der weltweiten Energiewende herausbilden. Deutschland und Europa haben jetzt die Chance, diese Standards zu setzen und industrielle Cluster mit hunderttausenden neuer Jobs und ausgezeichneten Exportchancen herauszubilden. Voraussetzung dafür ist, dass die Energiewende kraftvoll belebt und intelligent ausgestaltet wird. Wir bleiben zuversichtlich, dass sich bei einem politischen Neuanlauf dafür Mehrheiten finden lassen. Wir haben keine Zweifel, dass diese Mehrheit bei den Bürgern bereits besteht." Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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Energiepolitik am Scheideweg (Sa, 18 Nov 2017)
Energiepolitik am Scheideweg Branchenappell für eine SOLARISIERUNG der Energie- und Klimapolitik / Mitgliederversammlung des... Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. appellierte in dieser Woche im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung an die Vertreter der in Berlin verhandelnden Parteien, den Ausbau der Solar- und Speichertechnologie deutlich zu beschleunigen. "Deutschland wird seine Klimaziele nur mit einem deutlich kraftvolleren Ausbau der Solar- und Speichertechnologie erreichen können. Verbrauchsnah und preiswert verfügbare Solarenergie wird viel zu wenig genutzt, während Kohlekraftwerke und veraltete Heizungen die Energiewende behindern und die Atmosphäre belasten", sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Die Solarenergie hat in den letzten Jahren ihre Kosten beispiellos reduziert. Solaranlagen und Speicher sind in der Lage, einen substanziellen Beitrag zur Energiewende und Versorgungssicherheit zu leisten. "Unser Energiesystem ist für eine deutliche Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus bereit. Es ist höchste Zeit, bestehende Bremsen zu lösen", so Körnig. Mit Hilfe der Digitalisierung und der hohen Innovationskraft der Branche sowie in einem ausgewogenen Mix mit anderen Erneuerbaren Energien werde es bei richtiger Rahmensetzung gelingen, die Bereiche Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch sowie die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität nahtlos und intelligent miteinander zu verknüpfen. Körnig: "In den nächsten vier Jahren werden sich die Standards für diese entscheidende Phase der weltweiten Energiewende herausbilden. Deutschland und Europa haben jetzt die Chance, diese Standards zu setzen und industrielle Cluster mit hunderttausenden neuer Jobs und ausgezeichneten Exportchancen herauszubilden. Voraussetzung dafür ist, dass die Energiewende jetzt kraftvoll belebt und intelligent ausgestaltet wird." Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der jährliche Zubau an Solarenergie nicht zuletzt durch einen erheblichen Nachholbedarf im Mobilitäts- und Wärmesektor vervielfacht werden muss. Vor dem Hintergrund der starken Kostensenkung in der Solar- und Speichertechnologie ist die Förderabhängigkeit in letzter Zeit deutlich gesunken. Vorrangig ist nach BSW-Einschätzung die Beseitigung zahlreicher regulatorischer Hindernisse und Marktbarrieren wie z. B. die Streichung schädlicher Umlagen auf Solarstrom zur Eigen- und Direktversorgung. Außerdem müsse die neue Bundesregierung das Energierecht endlich um Speicher als vierte Säule des Energiesystems erweitern und ihre Markteinführung mittels einer Speicherstrategie zielgerichtet flankieren. Der BSW-Solar legte im Vorfeld der Mitgliederversammlung ein 10-Punkte-Papier mit zentralen Empfehlungen an die Bundespolitik vor und diskutierte diese im Rahmen eines POLITIK-FORUMS unter anderem mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP, Dr. Hermann Otto Solms von der FDP und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Oliver Krischer von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die beide den Verhandlungsteams zur Bildung einer Jamaika-Koalition angehören. Die Empfehlungen waren aus einer Branchenbefragung unter mehr als 300 Unternehmen der Solar- und Speicherbranche hervorgegangen. HINTERGRUND Photovoltaik Die derzeitige Deckelung des jährlichen Photovoltaik-Zubaus auf lediglich 2,5 Gigawatt (GW) stammt aus einer Zeit, als Solarstrom noch teuer war. Nach einem starken Preisrutsch in den vergangenen Jahren hat zum Beispiel der im Kraftwerksmaßstab erzeugte Solarstrom die Erzeugungskosten von Strom aus neu errichteten fossil befeuerten Kraftwerken unterschritten. Mit dem bisherigen Ausbaukorridor ist nach Berechnung des Verbandes mittel- bis langfristig lediglich eine Photovoltaik-Kapazität in Höhe von rund 60 GW erreichbar. Wissenschaftliche Studien, etwa von den renommierten Fraunhofer Instituten ISE und IWES, halten hingegen mittelfristig eine Photovoltaik-Kraftwerks-Leistung von rund 300 GW für notwendig. Auch Störfaktoren wie schädliche Umlagen und starke Beschränkungen bei der Standortwahl verhindern nach BSW-Angaben die klimapolitisch notwendige Zubaudynamik bei der Photovoltaik. Solarthermie Die Leistungsfähigkeit der Solarthermie für eine klimaneutrale und kostengünstige Wärmeversorgung ist stärker zu aktivieren. Die bisherige Förderpolitik konnte die Solarthermie nicht auf das erforderliche Wachstum bringen, weil konventionelle Erzeugungsformen nicht für schädliche Klima- und Gesundheitsfolgen gerade stehen müssen und zum Teil sogar direkt staatlich subventioniert werden. Der BSW empfiehlt einen wirksamen CO2-Preis als politisches Instrument für faire Wettbewerbsbedingungen mit Öl und Gas, Steuererleichterungen und effiziente Klimaschutzregeln im Ordnungsrecht sowie einen fairen Zugang zu Wärmenetzen. Batteriespeicher Solarstromspeicher machen günstigen Solarstrom jederzeit verfügbar und reduzieren den Netzausbaubedarf. Die Preise für Speichersysteme sind in den vergangenen Jahren erheblich gesunken. Bislang kennt das Energierecht Speicher nicht als eigenständigen Baustein des Energiesystems, weshalb es neben vielen Unklarheiten vor allem Doppelbelastungen bei Abgaben gibt. Der BSW fordert daher Speicher als vierte Säule des Energiesystems auch regulatorisch anzuerkennen und Strom höchstens einmal, beim Endverbrauch, mit Steuern und Abgaben zu belasten - nicht bei der Ein- und Ausspeicherung. Außerdem sind Speicher, die den Netzausbaubedarf verringern, für ihre Flexibilität auf Verteilnetzebene zu honorieren. Wiederwahl von Vorstandspositionen Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung hat der Bundesverband Solarwirtschaft vier seiner 13 Vorstandsposten nach dem Ablauf der zweijährigen Amtszeit zur Wahl gestellt. Die bisherigen Vorstände wurden mit breiter Mehrheit von den Anwesenden wiedergewählt. Eine weitere Legislaturperiode wird Herman Rens (Citrin Solar) als Schatzmeister über die Finanzen des in Berlin beheimateten Verbandes wachen. Peter Thiele vom Photovoltaikmodulhersteller Sharp Electronics, Alexander Naujoks vom Leistungselektronikhersteller SMA Solar sowie Michael Entrup vom Speicherhersteller Hoppecke Batterien. Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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Für saubere Wärmeversorgung jetzt die Weichen stellen (Do, 02 Nov 2017)
Für saubere Wärmeversorgung jetzt die Weichen stellen Aktuelle Pressemeldung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie Die Nutzung Erneuerbarer Wärme bewegt sich seit vielen Jahren auf schwachem Niveau und ist im vergangenen Jahr sogar gesunken. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) appelliert deshalb an die möglichen Jamaika-Koalitionäre, schon in den Sondierungsgesprächen mit klaren Leitplanken die saubere Wärmeversorgung in die Wege zu leiten. "Insbesondere sind faire Wettbewerbsbedingungen durch eine CO2-Bepreisung im Wärmesektor, sowie höhere Anforderungen für Neubauten, den Gebäudebestand und für Wärmenetze notwendig, um der sauberen Wärmeerzeugung einen deutlichen Vorschub zu leisten“, fasst Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer des BEE, zusammen. "Die Wärmewende entscheidet sich dabei vor allem im Gebäudebestand." Zudem sei der im Klimaschutzplan 2050 festgelegte Ausstieg aus der Förderung rein fossil befeuerter Heizungen längst überfällig. Zentrales Element einer Strategie für den Wärmesektor ist aus Sicht des BEE ein Preis für CO2. Damit würde ein marktwirtschaftliches Instrument in das Zentrum gestellt, um ökonomische Anreize zur Nutzung moderner Technologien und Erneuerbare Energien zu setzen. Der BEE schlägt vor, die bestehende Energiesteuer mit einer CO2-Komponente zu versehen und die Mehreinnahmen vollständig an die privaten Haushalte zurückzuverteilen. Mit einem Einstiegspreis von 25 Euro je Tonne CO2 würden Haushalte mit niedrigem und mittlerem Haushaltsnettoeinkommen nach Berechnungen von Prognos für den BEE sogar mehr zurück bekommen, als sie durch die Energiesteuer mit CO2-Komponente einbezahlt haben. Neben den marktwirtschaftlichen Anreizen würde die CO2-Bepreisung im Wärmemarkt die Energiewende gerechter und fairer machen. Flankierend zur CO2-Bepreisung muss die Zusammenlegung von Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zum Gebäudeenergiegesetz (GEG), auf das sich die Bundesregierung in der vergangenen Legislatur nicht einigen konnte, schnell und in verbesserter Weise kommen. Neue Häuser sollten so gebaut werden, dass sie mit den Klimazielen im Einklang stehen und nicht später teuer saniert werden müssen. Im Gebäudebestand bedarf es eines verbindlichen Ausbaus Erneuerbarer Energie. Ausnahmeregelungen sollten entfallen und Austauschanforderungen fossil befeuerter Heizungen erweitert werden. Die Wärme- und Kälteversorgung wird noch immer zu über 85 Prozent von fossilen Quellen dominiert. "Klimaschutz und fossil befeuerte Heizungen schließen sich aus." Will man bis 2020 die Klimaschutzziele erreichen, müsse auch der Gebäudesektor mit wesentlichen CO2-Einsparungen dazu beitragen. Dafür müssen diese Maßnahmen schnell umgesetzt werden. Um die Klimaschutzziele bis 2040 zu erreichen, muss sich der Anteil Erneuerbarer Energie im Wärmesektor versiebenfachen. Ein weiterer Baustein einer Strategie ist die Ausrichtung der Fördergelder auf die Einsparung von CO2. Wenn Steuergelder im Gebäudesektor ausbezahlt werden, sollten davon klimaschützendes Heizen und Kühlen profitieren, um auf lange Sicht eine effiziente, saubere und moderne Energieversorgung aufzubauen. Gerade vor diesem Hintergrund sei auch die noch immer bestehende Förderung fossil befeuerter Heizungen geradezu widersinnig, so Röttgen. Eine kurzfristige Einführung der steuerlichen Abschreibung für Erneuerbare Energie-Anlagen und Energieeffizienzmaßnahmen im Wärmesektor als sinnvolle Ergänzung der bestehenden Förderkulisse von Zuschüssen und günstigen Darlehen, ist hierfür ein wichtiger Schritt. Darüber hinaus birgt der Ausbau und die Dekarbonisierung von Wärmenetzen großes Potenzial. "Es braucht einen verbindlichen Zuwachs an Erneuerbarer Energie sowie höhere Anforderungen durch eine bilanzielle Treibhausgasminderung in leitungsgebundener Wärme." Gleiches gilt für die Prozesswärme, die bislang ein Nischendasein führt, obwohl fast die Hälfte des Gesamtwärme- und Gesamtkältebedarfs in der Prozesswärme anfällt. "Um künftig wirklich klimaschützend, effizient und modern heizen und kühlen zu können, sind noch einige Hebel zu bewegen."
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Neuer BSW-Geschäftsführer für Internationales (Fr, 27 Okt 2017)
Neuer BSW-Geschäftsführer für Internationales Führungswechsel beim Solarverband / David Wedepohl übernimmt von Jörg Mayer Leitung internationaler... David Wedepohl (42) wird neuer Geschäftsführer Internationales im Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Er übernimmt die Leitung der internationalen Verbandsaktivitäten von Jörg Mayer, der diese in den letzten Jahren stark ausgebaut hatte. Neben dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Carsten Körnig wird Wedepohl als stellvertretender Geschäftsführer ab 1. November der Berliner Geschäftsstelle des Verbandes vorstehen. David Wedepohl arbeitete zuvor u. a. an der Deutschen Botschaft in Washington und bei einem internationalen Beratungsunternehmen. Er leitete seit Ende 2009 den Bereich "Markt und Kommunikation" im BSW und war viele Jahre Pressesprecher des Verbandes. Neben seiner intensiven politischen Arbeit auf nationaler und europäischer Ebene ist der BSW gegenwärtig in mehr als 15 Ländern vor Ort bei der Erkundung und Erschließung von Solarmärkten engagiert. Die Organisation pflegt über 30 weltweite Verbandspartnerschaften. So ist z. B. der "Berlin Energy Transition Dialogue" (www.energiewende2018.com), der vom BSW ins Leben gerufen und von Herrn Wedepohl maßgeblich mitgestaltet wurde, inzwischen eine etablierte weltweite Marke. Jörg Mayer verlässt zum Jahresende auf eigenen Wunsch den BSW und wechselt in die Medizintechnik-Branche. Mayer führte als BSW-Geschäftsführer sieben Jahre gemeinsam mit Carsten Körnig die Berliner Geschäftsstelle des Verbandes. "Der BSW dankt Herrn Mayer herzlich für sein jahrelanges Engagement für die Energiewende und seine großen Verdienste für die Branche insbesondere beim erfolgreichen Ausbau der internationalen Verbandsaktivitäten", so BSW-Präsident Joachim Goldbeck heute. Auch in der Pressestelle gibt es Veränderung, der bisherige stellvertretende Pressesprecher Christian Hallerberg tritt die Nachfolge von David Wedepohl als Verbandssprecher an. Ein Foto von David Wedepohl finden Sie auf www.solarwirtschaft.de/presse/mediathek/bilder.html Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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BSW-Solar zu den aktuellen Sondierungsgesprächen zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen (Do, 26 Okt 2017)
BSW-Solar zu den aktuellen Sondierungsgesprächen zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, zu den aktuellen... "Der positive Trend auf dem deutschen Photovoltaik-Markt hält an. Nachdem der Zubau bereits im vergangenen Jahr leicht über den Vorjahreswerten lag, rechnen wir dieses Jahr endlich wieder mit einem zweistelligen Wachstum. Dabei profitieren alle Marktsegmente von der stärkeren Nachfrage. Insgesamt bewegt sich der Solarenergie-Zubau jedoch nach wie vor auf einem derart niedrigen Niveau, dass wir weder die Klimaziele der Bundesregierung noch die Vereinbarungen, die aus dem Pariser Klimaabkommen erwachsen, erfüllen können. Es ist höchste Zeit für eine ernsthafte und deutlich beherztere Energiepolitik! Das Energiesystem ist bereit zur Aufnahme von deutlich mehr Solarenergie. Die Preise für Solarstrom im Kraftwerksmaßstab liegen inzwischen unter denen von Strom aus konventionellen Kraftwerken, wie die Ergebnisse jüngster Auktionen belegen. Und auch die Kosten für Solarstromspeicher haben sich binnen weniger Jahre halbiert. Die neue Bundesregierung muss den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv beschleunigen und neben der Energiewende im Stromsektor auch die Wärme- und Verkehrswende anschieben. Abhängig davon, in welchem Maß wir Mobilität und Wärme künftig elektrifizieren wollen und wie energieeffizient wir gleichzeitig sein können, halten Wissenschaftler eine Vervier- bis Versechsfachung des Photovoltaik-Ausbaukorridors und gar bis zu einer Verzehnfachung des Solarthermie-Ausbaus für erforderlich. Das geht aber nicht ohne eine gründliche Anpassung der Rahmenbedingungen. In den letzten Jahren haben wir selbst das wenig ambitionierte jährliche Zubauziel von 2,5 Gigawatt deutlich verfehlt. Die Photovoltaik ist preiswert geworden und ihre Nutzung ist nicht mehr nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch äußerst wirtschaftlich. Dennoch wird der Solarenergiezubau weiter gedeckelt und ausgebremst. Es ist höchste Zeit, die Ausschreibungsmengen zu vervielfachen, Standortbeschränkungen zu lockern und Hürden wie die EEG-Umlage auf die Eigen- und Direktversorgung gewerblicher und privater Mieter abzuschaffen. Um faire Marktbedingungen zu erreichen, sollte der Ausstoß von Treibhausgasen zudem endlich angemessen bepreist werden, wie das in Ländern wie zum Beispiel der Schweiz längst praktiziert wird. Wenn die Bundesregierung jetzt die richtigen Weichenstellungen vornimmt, rückt die Zukunft einer solaren Energieversorgung, die große Teile des Energiebedarfs günstig und klimafreundlich decken kann und dabei immer weniger auf staatliche Förderung angewiesen ist, in greifbare Nähe." Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen David Wedepohl, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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Bremsen für Solarenergie-Ausbau jetzt lösen! (Mo, 16 Okt 2017)
Bremsen für Solarenergie-Ausbau jetzt lösen! Ergebnisse der jüngsten Auktionsrunde liegen bei unter 5 Cent/kWh für Solarstrom aus... Solarstrom erzielt im Kraftwerksmaßstab in Deutschland inzwischen Preise von unter fünf Cent pro Kilowattstunde. Dies geht aus Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur zu den Ergebnissen der jüngsten Auktion hervor, an der Projektierer großer Solarstromanlagen teilnehmen müssen, um eine Marktprämie nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) zu erhalten. "Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen will, sollte sie jetzt dringend die Ausbauziele der Photovoltaik deutlich anheben. Wir können es uns nicht länger leisten, einen Großteil der möglichen Sonnenernte in Deutschland nicht einzuholen. Bei dem erreichten Preisniveau spricht alles für einen deutlich dynamischeren Ausbau der Solarenergie", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Ohne eine Vervielfachung des Solarenergie-Ausbaupfads rücke das Klimaziel in immer weitere Ferne, so der BSW-Solar. Die derzeitige Deckelung des jährlichen Photovoltaik-Zubaus auf lediglich 2,5 Gigawatt (GW) sowie die starke Begrenzung der Auktionsvolumina stamme aus einer Zeit, als Solarstrom noch teuer war. Körnig: "Nach diesem Preisrutsch gibt es keinen Grund mehr, den Solarenergie-Ausbau weiter zu deckeln!" Nach Erhebungen des Verbandes haben sich allein in den letzten fünf Jahren die Solarstrompreise neu errichteter Solarparks mehr als halbiert. Im Kraftwerksmaßstab erzeugter Solarstrom hat inzwischen in Deutschland die Erzeugungskosten von Strom aus neu errichteten fossil befeuerten Kraftwerken unterschritten. Der derzeitige Ausbaukorridor ist nach Berechnung des Verbandes so niedrig angesetzt, dass mittel- bis langfristig gerade einmal eine Photovoltaik-Kapazität in Höhe von rund 60 GW erreichbar sei. Wissenschaftliche Studien, etwa von den renommierten Fraunhofer Instituten ISE und IWES, halten hingegen mittelfristig eine Photovoltaik-Kraftwerksleistung von rund 300 GW für notwendig. Aktuell decken in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von 42 GW rund sieben Prozent des Strombedarfs. Auch Störfaktoren wie schädliche Umlagen und starke Beschränkungen bei der Standortwahl verhindern nach BSW-Angaben die klimapolitisch notwendige Zubaudynamik bei der Solarenergie. "Wir müssen endlich die Bremsen lösen! Auf den Dächern von Eigenheimen und Mietshäusern, auf Gewerbe und Industriegebäuden sowie ebenerdig errichteten Solarparks können wir inzwischen preiswert Sonnenenergie gewinnen, die wir für den Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor dringend benötigen", erklärt Körnig. Umfragen bestätigen immer wieder, dass die Solarenergie in Deutschland sehr hohe Akzeptanzwerte erreicht. Zudem können Photovoltaikanlagen selbst im Kraftwerksmaßstab innerhalb relativ kurzer Zeit errichtet und in Betrieb genommen werden. Damit könnten sie entscheidend dazu beitragen, das Klima- und Energiewendeziel der Bundesregierung für das Jahr 2020 doch noch zu erreichen. Zuletzt wurden zunehmend Stimmen laut, die ein Verfehlen der Klimaziele für unvermeidbar halten. "Nachdem die Photovoltaik nun so günstig geworden ist, wäre es sowohl ökologisch als auch ökonomisch absolut unerklärlich, ihr Potenzial nicht endlich voll auszuschöpfen", so Körnig. Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen David Wedepohl, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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Solarer Mieterstrom: Großes Ausbaupotenzial vor allem in Berlin, Hamburg und München (Mi, 11 Okt 2017)
Solarer Mieterstrom: Großes Ausbaupotenzial vor allem in Berlin, Hamburg und München Wohnungswirtschaft, Mieterbund, Solarwirtschaft und Energie- und Klimaschutzagenturen stellen... In den 20 größten deutschen Städten gibt es ein Potenzial von bis zu 33.000 Photovoltaikanlagen auf großen Wohngebäuden. Rund 1,4 Millionen Mieterinnen und Mieter könnten damit preiswerten Solarstrom beziehen. Das ist das Kernergebnis der Potenzialanalyse für solaren Mieterstrom, die der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Deutsche Mieterbund (DMB), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD) heute vorgestellt haben. Die vier Verbände ziehen für die schnelle Verbreitung solarer Mieterstromangebote zusammen an einem Strang. Gemeinsam verfolgen sie die Ziele, möglichst viele Mieter an den Kostenvorteilen der Photovoltaik teilhaben zu lassen, die Wohnungs- und Energiewirtschaft über die Chancen von solaren Mieterstromangeboten zu informieren, den Photovoltaik-Ausbau zu dynamisieren und mit der urbanen Energiewende den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): „Jetzt geht es endlich los mit dem Mieterstrom in Deutschlands Metropolen. Stark gesunkene Photovoltaik-Preise und das neue Mieterstrom-gesetz der Bundesregierung machen dies möglich. Wir beobachten am Markt eine stark wachsende Zahl an Akteuren, die aus den Startlöchern kommen und Mieterstromprojekte umsetzen wollen.“ Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW): „Mieterstromprojekte sind ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Energiewende im Wohngebäudebereich. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen aber noch Hemmnisse aus dem Weg geräumt werden. Wohnungsunternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) lokal er-zeugen wollen, werden gravierend steuerlich benachteiligt. Sobald sie den erzeugten Strom ins allgemeine Netz einspeisen oder den Mietern zur Verfügung stellen, wird die eigentlich gewerbesteuerbefreite Vermietungstätigkeit gewerbesteuerpflichtig. Das Gewerbesteuergesetz muss hier dringend angepasst werden.“ Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB): „Mit Mieterstrom können sich Mieter erstmals aktiv und ganz bewusst für saubere Energie, für Umwelt- und Klimaschutz entscheiden. Der Erfolg von Mieter-strom wird aber im Wesentlichen von der Attraktivität des Strompreises abhängen. Die vorhandenen Potenziale können nur dann ausgeschöpft werden, wenn Mieterstrom deutliche Kostenvorteile mit sich bringt.“ Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD): „Wir brauchen so viele ungenutzte Dachflächen wie möglich, um in den Städten die kommunalen Klimaschutzziele zu erreichen. Mieterstrom ist ein guter Anfang, in Zukunft brauchen wir weitere kreative Modelle für Dienstleistungen und Direktvermarktung. Dadurch können wir die Partizipation breiter Bevölkerungsschich-ten an der Energiewende erhöhen und sie sozialverträglicher ausgestalten.“ Nach übereinstimmender Einschätzung der vier Verbände könnte die Realisierung von Solaranlagen in deutschen Innenstädten noch deutlich erleichtert werden, wenn die nächste Bundesregierung Mieterstrom, der nicht durch das öffentliche Stromnetz geleitet wird, von der EEG-Umlage befreit. Außerdem sollten Vermieter keine steuerlichen Nachteile in ihrem Kerngeschäft haben, wenn sie ihren Mietern Strom aus eigenen Anlagen liefern. Damit würden Mieter endlich auch Eigenheimbesitzern gleichgestellt, die die Vorteile der Eigenversorgung schon länger in Anspruch nehmen können. Hintergrund Insgesamt könnten nach der Potenzialanalyse in den 20 größten deutschen Städten zusätzliche Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 1,1 GWp zusätzlich installiert werden, die zu einer CO2-Einsparung von 500.000 Tonnen/Jahr führen würden. Die Abschätzungen beruhen auf der Annahme, dass das im Sommer in Kraft getretene PV-Mieterstromgesetz mit seinem Fördermechanismus in den kommenden Jahren von allen Marktteilnehmern aufgegriffen und gemeinsam umgesetzt wird. Beim PV-Mieterstrom handelt es sich um Strom, der auf einem oder mehreren Gebäuden durch Solarenergie erzeugt und im Wege der Direktvermark-tung an die Bewohner geliefert wird. Da dieser Strom ohne Nutzung eines allgemeinen Versorgungsnetzes zu den Kunden gelangt, werden enthält der Preis keine staatlichen Abgaben wie Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben, KWK-Umlage oder Stromsteuer. Die Mehrwertsteuerpflicht und die volle EEG-Umlage von derzeit rund 7 Cent je Kilowattstunde gelten jedoch auch für solaren Mieterstrom. Um die Wettbewerbsfähigkeit von PV-Mieterstrom zu erhöhen und den solaren Ausbau in den Städten zu fördern garantiert das neue Mieterstromgesetz den Betreibern von PV-Mieterstromanlagen in Abhängigkeit von der Größe der Anlage und dem aktuellen EEG-Einspeisetarif einen Zuschlag von bis zu 3,8 Cent/kWh. Förderfähige Anlagen sind jedoch auf 100 kWp begrenzt. Der jährliche Mieterstromzubau wurde auf eine Leistung von 500 MWp gedeckelt. Auch ein Höchstpreis für PV-Mieterstrom wurde vom Gesetzgeber festgelegt. Er muss mindestens 10 Prozent unter dem am jeweiligen Ort geltenden Grundversorgungstarif liegen. Mehr Informationen zum Thema Mieterstrom, einen kostenlosen Leitfaden und Hinweise zum neuen Mieterstromgesetz finden Sie auf der Internetseite www.sonne-teilen.de, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird.
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Gemischte Bilanz nach zwei Jahren EU-Energieeffizienzlabel für Heizsysteme (Di, 26 Sep 2017)
Gemischte Bilanz nach zwei Jahren EU-Energieeffizienzlabel für Heizsysteme Heizsysteme werden effizienter / Label für Verbraucher nicht immer hilfreich / Handwerk eher... Seit zwei Jahren sind die EU-Richtlinien zur Kennzeichnungspflicht von Heizgeräten in Kraft. Seither müssen alle gängigen neu verkauften Heizsysteme und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung ein Energieeffizienzlabel tragen. Nun zieht der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der im EU-Projekt LabelPack A+ an der Einführung der Kennzeichnung mitgewirkt hat, eine gemischte Bilanz. "Die Heizungsindustrie hat aufgrund der Anforderungen des Labels zahlreiche effiziente Komponenten und Systeme entwickelt und zeichnet ihre Produkte flächendeckend mit dem Label aus. Fast alle konventionellen Heizsysteme fallen inzwischen in die Effizienzklasse A", sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar, der im deutschen Markt die Hersteller, Händler und Handwerker von Solarwärme-Anlagen vertritt. Die Effizienzkennzeichnung von Warmwasserbereitern und Heizsystemen war eine wesentliche Neuerung, weil sie nicht nur das einzelne Produkt klassifiziert, sondern mit dem Verbundanlagenlabel die Effizienz verschiedener Produktkombinationen ausweist. "Das Verbundanlagenlabel ist ein spannendes Konzept und kann die Verbraucher in die Lage versetzen, beim Kauf von Heizungsanlagen Aspekte der Effizienz und Nachhaltigkeit besser zu berücksichtigen", sagt auch Pedro Dias, Generalsekretär des Europäischen Solarthermieverbands (ESTIF). "Jedoch laufe man in Gefahr, diese Chance durch Probleme in der Umsetzung zu verspielen", so Dias weiter. Laut der Einschätzung europäischer Projektpartner im EU-Projekt LabelPack A+ gefährdet die Kombination aus fehlender Aufklärung, unzureichender Marktüberwachung und geringem Interesse der Handwerker die Verbreitung des Labels im Markt. Letztere müssen beispielsweise die Energieeffizienz der Verbundanlagen bestehend aus Komponenten unterschiedlicher Hersteller selbst berechnen. Dies hat zu deutlicher Kritik der Installateure am Zusatzaufwand und an der zusätzlichen Verantwortung geführt. Auch Dr. Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ e.V., der die innovative Berechnungsplattform HEIZUNGSlabel für Verbundanlagen mit der Industrie entwickelt hat, bestätigt diese Erfahrung. "Der VdZ und seine Branchenpartner haben alle Voraussetzungen für ein möglichst einfaches Labelling von Verbundanlagen mit der Plattform HEIZUNGSlabel geschaffen. In Belgien und Deutschland wurden über HEIZUNGSlabel zwar bereits über 30.000 Label erstellt, leider ist das Label jedoch auch nach zwei Jahren noch nicht vollständig vom Markt angenommen und bei den Verbrauchern weitgehend unbekannt. Hier muss noch mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden." Diese Erfahrungen sollen jetzt in die Evaluierung des Labels durch die EU-Kommission einfließen. "Uns war zwar bewusst, dass das Label den Mehrwert von Solarwärmesystemen nur ungenügend darstellt und die solare Nachrüstung nicht berücksichtigt", fügt Pedro Dias von ESTIF hinzu. "Dennoch hatten wir erwartet, dass es die Verbraucher sensibilisiert und den Austausch alter, ineffizienter Heizungen vorantreibt", so Dias weiter. Diese Umsetzungsschwierigkeiten gilt es anzuerkennen und bei der Novelle der EU-Richtlinie zu berücksichtigen. "Der grundsätzliche Ansatz, den positiven Beitrag Erneuerbarer Energien für die Energieeffizienz hervorzuheben, sollte aber in jedem Fall weiterverfolgt werden", sagt auch Jörg Mayer, vom BSW-Solar. Hintergrund Während die Ökodesign-Richtlinie Hersteller dazu verpflichtet, effiziente Produkte zu entwickeln, sollen Kunden mit der Effizienzkennzeichnung einfacher eine Kaufentscheidung treffen können. Besonders effiziente Systeme, die auch erneuerbare Energien wie Wärmepumpen, Biomasse oder Solarwärme einschließen, können die besten Kategorien A+ bis A+++ erreichen. Die im Juni 2017 vom EU-Parlament beschlossene Novellierung der Rahmenrichtlinie nimmt die Heiz- und Warmwassersysteme jedoch in wesentlichen Punkten aus, eine Neuanpassung der Energieeffizienzkategorien ist voraussichtlich erst deutlich nach dem Jahr 2020 zu erwarten. Über LabelPack A+ LabelPack A+ ist ein Projekt, das zur Einführung der Energieeffizienzkennzeichnung für Heizgeräte, Warmwasserbereiter und Kombinationen von der EU-Kommission im Rahmen des Horizon 2020 Programms gefördert wird. Es wird in sechs europäischen Ländern von elf beteiligten Organisationen umgesetzt. Weitere Informationen: www.label-pack-a-plus.eu/deutschland Pressekontakt, Redaktionelle Rückfragen David Wedepohl, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Str. 53, 10719 Berlin Tel.: 030 29 777 88 30 E-Mail: presse(at)bsw-solar.de www.solarwirtschaft.de
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