BSW Solar: Pressemeldungen

Solarenergie wichtigste EE-Quelle in Bayern (Mi, 16 Okt 2019)
Solarenergie wichtigste EE-Quelle in Bayern Aus Anlass der Vorstellung der aktuellen Energiedaten für Bayern erklärt Jörg Ebel, Sprecher der... Foto: Grammer Solar "Photovoltaik hat 2018 von allen Erneuerbaren Energien erstmals am stärksten zur Stromversorgung Bayerns beigetragen. Das zeigt die Leistungsstärke der Solarenergie. Und gewaltige Wachstumspotenziale liegen vor uns. Das Ziel muss lauten, die in den nächsten Jahren ausscheidende Kernkraft als wichtigste Stromerzeugungstechnologie in Bayern abzulösen. Dafür hat die bayerische Staatsregierung bereits einige richtige Weichen gestellt. Jetzt müssen weitere Bremsen wie die unsinnige und bürokratische Abgabe auf selbst erzeugten Strom abgeschafft und die Restriktion für Freiflächen-Solaranlagen beseitigt werden. Außerdem muss der Freistaat mit gutem Beispiel voran gehen und sich verpflichten, öffentliche Neubauten nur noch mit einer Kombination aus Photovoltaikanlagen und Speichern zu errichten. Sorge bereitet der stark steigende Stromimport. Das kann und darf keine dauerhafte Lösung sein. Nur mit einem entschlossenen Maßnahmenpaket zum Ausbau der Photovoltaik auf Bundes- und Landesebene und einem intelligenten EE-Mix kann die durch den Kernenergie- und Kohleausstieg drohende Erzeugungslücke geschlossen werden." PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Branche begrüßt Pläne für schnelleren Solarenergie-Ausbau (Wed, 09 Oct 2019)
Branche begrüßt Pläne für schnelleren Solarenergie-Ausbau Solarbranche begrüßt Pläne zur Verdoppelung der Photovoltaik-Leistung bis zum Jahr 2030 / Geplanter... Die Solarbranche begrüßt die heute im Bundeskabinett verabschiedeten Pläne zur Aufstockung der Solarenergie-Ausbauziele im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030. Diese seien ein Schritt in die richtige Richtung, bedürften aber dringend weiterer Nachbesserungen und einer schnellen gesetzlichen Konkretisierung. Andernfalls sei die Versorgungssicherheit mit klimafreundlicher Energie bereits Mitte der zwanziger Jahre ernsthaft in Gefahr. Davor hatte jüngst ein Gutachten von Bonner Marktforschern gewarnt, das im Auftrag vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) und der Innovationsplattform The smarter E Europe erstellt wurde. Gegenüber den bereits im September verabschiedeten Eckpunkten hat die Bundesregierung nun ihre Pläne zum Ausbau der Photovoltaik konkretisiert. Demnach strebt sie an, bis 2030 den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit rund 49 Gigawatt (GW) auf 98 GW und damit rund 17 Prozent zu verdoppeln. "Dieses Etappenziel müssen wir bereits in der Hälfte der Zeit - Mitte der 20er Jahre - erreichen, wenn wir die Klimaziele ernst nehmen", appelliert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW an die Politik. Er fordert die Bundesregierung auf, noch im Herbst Marktbarrieren wie den 52 GW-Förderdeckel zu beseitigen und die Ausbauziele im Erneuerbaren-Energien-Gesetz entsprechend anzuheben. Zu kurz springt die Bundesregierung nach Einschätzung des BSW auch im Wärmesektor. Die angekündigte Verbesserung der Förderkonditionen für den Einsatz von EE-Heizungen sei zu begrüßen und müsse zur Vermeidung von Attentismus schnell umgesetzt werden. Ohne verbindliche Mindeststandards zur Nutzung Erneuerbarer Energien bei der Heizungssanierung und ohne eine angemessene Bepreisung von Kohlendioxidemissionen werden Öko-Heizungen allerdings weiter eine Ausnahme bleiben. Mit der Solartechnik steht eine millionenfach bewährte und inzwischen sehr preiswerte Klimaschutztechnik zur Verfügung. Solarenergie genießt höchste Akzeptanzwerte und könnte ein Vielfaches der Treibhausgasemissionen einsparen. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Nur jede vierte neue Heizung nutzt Erneuerbare Energien (Tue, 24 Sep 2019)
Nur jede vierte neue Heizung nutzt Erneuerbare Energien Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. fordert deutliche Nachbesserungen am Klimaschutzprogramm... Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) fordert deutliche Nachbesserungen am Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Andernfalls werde die erhoffte und dringend notwendige Energiewende im Wärmesektor weiter ausbleiben, sei ein wirksamer Klimaschutz nicht erreichbar. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmebedarf stagniert seit nunmehr sieben Jahren bei lediglich 13 bis 14 Prozent. Dies geht aus Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik hervor, die als unabhängiges Fachgremium vom Bundesumweltministerium eingerichtet wurde. Die Solarbranche begrüßt die Vorhaben der Bundesregierung, Förderanreize für den Heizungstausch ausbauen zu wollen. Zur Vermeidung von Attentismus müssten diese schnell und rückwirkend erfolgen. Der BSW hält den Versuch, allein dadurch den gewaltigen Modernisierungsstau in deutschen Heizkellern auflösen zu wollen, allerdings für unzureichend. Ein beschleunigter Heizungstausch sei nach BSW-Auffassung für einen nachhaltigen Klimaschutz zudem nur dann zielführend, wenn zugleich die Nutzung Erneuerbarer Energien auch im Wärmesektor endlich zur Regel werde. "Es ist klimapolitisch beschämend, dass nur jede vierte neue Heizung Solar-, Bio- oder Erdwärme nutzt", meint Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. "Subventionen allein können dies nicht ändern. Ohne verbindliche Mindeststandards zur Nutzung Erneuerbarer Energien bei der Heizungssanierung und ohne eine angemessene Bepreisung von Kohlendioxidemissionen werden Öko-Heizungen weiter eine Ausnahme bleiben. Die Einführung von CO2-Preisen im Wärmesektor ist richtig, mit ihrer homöopathischen Höhe bleiben sie allerdings ein zahnloser Tiger." Gemeinsam mit anderen Branchenverbänden setzt sich der BSW für einen CO2-Einstiegspreis in Höhe von 60 Euro je Tonne ein, der anschließend kontinuierlich steigt. Das Klimaschutzprogramm sieht hingegen nur einen Einstiegspreis von 10 Euro je Tonne CO2 vor, was von nahezu allen Energieexperten als viel zu gering angesehen wird. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass allein die Emission einer Tonne Kohlendioxid (CO2) global zu Schäden von rund 180 Euro führt. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Förderdeckel für Solardächer fällt (Fri, 20 Sep 2019)
Förderdeckel für Solardächer fällt Solarbranche erleichtert über Streichung des Solardach-Deckels - Insgesamt ist das Klimapaket aber... Erleichterung über den Fall des Solardach-Deckels, insgesamt aber eher ernüchternd - so erste Reaktionen aus der Solarbranche auf das jüngst geschnürte Klimapaket der Bundesregierung. "Die Streichung des Förderdeckels für Solardächer wird in letzter Minute einen Markteinbruch abwenden, wenn sie jetzt umgehend gesetzlich fixiert wird. Insgesamt bleibt das Eckpunktepapier aber eher zaghaft und vage. Statt den Solarturbo zu starten, knüpft man einen fluglahmen Flickenteppich", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). "Die Konkretisierung der Eckpunkte und der vereinbarte jährliche Monitoring-Prozess zur Einhaltung der Sektorziele wird hoffentlich zeigen, ob die Bundesregierung endlich die Reißleinen verfügbarer Fallschirme zieht. Denn nur armerudernd lässt sich der freie Fall in die Klimakatastrophe nicht abfangen", kommentiert Carsten Körnig die Klimaschutz-Eckpunkte. Unklar bleibt der Umfang der dringend notwendigen Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus. Mehr als fraglich ist, ob mit dem Maßnahmenpaket die ebenfalls gewaltigen Potenziale der Solarthermie für die Raum- und Prozesswärme endlich gehoben werden. Erst jüngst warnten Marktforscher infolge des notwendigen Atom- und Kohleausstiegs vor einer Klimaschutz- und Stromlücke für den Fall, dass das jährliche Ausbautempo der Solarenergie nicht um ein Vielfaches beschleunigt werde. Der BSW befürchtet, dass die riesigen Klimaschutzpotenziale im Gebäudesektor weiter größtenteils brach liegen werden. "Der Versuch, einen schlafenden Riesen im Flüsterton zu wecken, ist vermutlich zum Scheitern verurteilt", so Körnig. Den Einstieg in die Bepreisung von Kohlendioxid im Wärmesektor bezeichnet der BSW als erfreulich. Allerdings wird die starke Deckelung von CO2-Preisen - weit unter den tatsächlichen Klimafolgekosten - bei gleichzeitig weitgehendem Verzicht auf gesetzliche Mindeststandards der Herausforderung nicht gerecht. "Gegen diese strukturellen Defizite der Klima- und Energiepolitik wird die Bundesregierung nicht ansubventionieren können", so Körnig. Im Rahmen der Konkretisierung der Eckpunkte könnten an einigen Stellen zumindest noch entscheidende Nachbesserungen erzielt werden. So müsse die geplante Förderung des Heizungstausches auch alte Gaskessel umfassen und den zumindest anteiligen Einsatz Erneuerbarer Energien voraussetzen. Mit der Solartechnik steht eine millionenfach bewährte und inzwischen sehr preiswerte Klimaschutztechnik zur Verfügung. Solarenergie genießt höchste Akzeptanzwerte und könnte ein Vielfaches der Treibhausgasemissionen einsparen. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Keine Abwrackprämie für Heizungen ohne Umstieg auf Öko-Wärme (Thu, 19 Sep 2019)
Keine Abwrackprämie für Heizungen ohne Umstieg auf Öko-Wärme Solarwirtschaft warnt vor Mitnahme-, Lock-in-Effekten und wenig Mehrwert fürs Klima, falls Ölkessel... Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) begrüßt das sich abzeichnende Vorhaben der Großen Koalition, eine Abwrackprämie und steuerliche Förderung für den Austausch veralteter Heizungen aufzulegen. Die erhoffte Klimaschutzwirkung und damit verbundenen Kosten stünden allerdings nur dann in einem guten Verhältnis, wenn die neue Heizung zumindest anteilig Erneuerbare Energien nutze, schränkt der Verband ein. Dies müsse künftig zur Fördervoraussetzung werden. "Der Tausch von Ölheizungen einzig durch Gaskessel darf nicht belohnt werden. Andernfalls kommt lediglich ein Konjunkturprogramm für die Heizungsbranche voller Mitnahme- und Lock-in-Effekte mit überschaubarem Mehrwert fürs Klima", warnt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. Nur jede vierte neue Heizung nutzt nach BSW-Angaben derzeit Erneuerbare Energien. Der BSW erwartet, dass das viel zu langsame Modernisierungstempo in deutschen Heizkellern mit Hilfe der derzeit zwischen den Koalitionsfraktionen diskutierten Maßnahmen spürbar erhöht werden kann, wenn neben alten Ölkesseln auch der Austausch ineffizienter Gaskessel angereizt werde. Um eine anhaltende Verfehlung der Klimaziele und damit verbundene Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu vermeiden, müsse aber gleichzeitig der Anteil von EE-Heizungen schnell vervielfacht werden. Mit Solarenergie, Bioenergie und Geothermie stünden ausreichend Alternativen bereit. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmebedarf stagniert seit nunmehr sieben Jahren bei lediglich 13 bis 14 Prozent. Dies geht aus Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik hervor, die als unabhängiges Fachgremium vom Bundesumweltministerium eingerichtet wurde. "Daran wird sich kaum etwas ändern, wenn die Politik das akute Klimaproblem im Wärmesektor weiterhin nur homöopathisch behandelt", so Körnig. Vom Klimakabinett erwartet der BSW deshalb den Beschluss eines konkreten und beherzten "Maßnahmen-Mix aus Fördern und Fordern". "Wir werden absehbar um verbindliche Mindestquoten zum Einsatz Erneuerbar Energien bei der Heizungssanierung nicht herumkommen. Bis dahin muss ein zumindest anteiliger EE-Einsatz Voraussetzung für die Vergabe von Fördermitteln werden", so Körnig. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Appell an Klimakabinett: Photovoltaik-Ausbau beschleunigen, Förderdeckel streichen (Mon, 16 Sep 2019)
Appell an Klimakabinett: Photovoltaik-Ausbau beschleunigen, Förderdeckel streichen 52-Gigawatt-Deckel muss fallen Der Bundesverband Solarwirtschaft appelliert an das Klimakabinett, bei den entscheidenden Beratungen diese Woche unbedingt den bereits im nächsten Jahr wirksam werdenden 52-Gigawatt-Förderdeckel aus dem EEG zu streichen. Ansonsten wird der Zubau an Photovoltaikanlagen auf Privat- und Gewerbeimmobilien auf einen Bruchteil zusammenschrumpfen. Dies bedeutete die Arbeitslosigkeit von tausenden Menschen und ein weiteres Verfehlen der Klimaziele. Angesichts des beschlossenen Ausstiegs aus Kohle- und Atomkraft, der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen und der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen wird künftig deutlich mehr Solarstrom benötigt werden als heute. Das bestätigt auch die vergangene Woche veröffentlichte Studie "Perspektiven im Strommarkt bis 2040" von EuPD Research (siehe dazu unsere Pressemitteilung https://bsw.li/32IYqHM). Der 2012 unter ganz anderen Vorzeichen beschlossene Photovoltaik-Förderdeckels bei Erreichen von 52 Gigawatt installierter Kapazität muss daher ersatzlos gestrichen werden. Link zum Appell https://bsw.li/2LAANvg PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Ohne massiven Photovoltaik-Zubau droht Stromlücke (Fri, 13 Sep 2019)
Ohne massiven Photovoltaik-Zubau droht Stromlücke Bonner Marktforscher warnen vor einer Strom-Erzeugungslücke als Folge des Atom- und Kohleausstiegs,... Bereits in wenigen Jahren droht eine "Stromlücke" infolge des geplanten Atom- und Kohleausstiegs und eines wachsenden Strombedarfs infolge einer stärkeren Elektrifizierung des Mobilitäts- und Wärmesektors, warnen Marktforscher. Nur wenn die Photovoltaik bereits ab 2020 deutlich stärker ausgebaut und von ausreichend Speicherkapazitäten flankiert wird, werden Versorgungssicherheit und Klimaschutz gleichermaßen gewährleistet. Dies geht aus ersten Ergebnissen einer Studie des Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research hervor. Im Bereich Erneuerbarer Energien steht mit Ausnahme der Photovoltaik keine Technologie zur Verfügung, die kurzfristig in größerer Menge zugebaut werden kann. Hürden langjähriger Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren wie im Windbereich bestehen für Solaranlagen in der Regel nicht. Mit der Abschaltung der letzten aktiven Atomkraftwerke und dem beschlossenen Kohleausstieg muss bereits mittelfristig die Hälfte der heutigen Erzeugungskapazitäten im Strommarkt ersetzt werden. Ein massiver Rückgang in der Stromerzeugung wird nach Berechnungen der Gutachter auf einen wachsenden Strombedarf in Deutschland treffen. Trotz einer Steigerung der Energieeffizienz werde dieser in Folge einer zunehmenden Elektrifizierung des Mobilitäts- und Wärmesektors sowie des Einsatzes von Wasserstoff bzw. synthetischem Gas im Rahmen von Power-to-X-Lösungen deutlich anziehen. Anhand der Analyse verschiedener Szenarien kommt das Gutachten der Bonner Marktforscher "Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg - Perspektiven im Strommarkt bis 2040" zu dem Ergebnis, dass mit einer Verdreifachung der PV-Leistung bis 2030 die sich abzeichnende Stromlücke geschlossen werden könnte. Dies erfordert für das Jahr 2030 eine installierte PV-Leistung in Höhe von 162 Gigawatt (GW). Gegenwärtig sind rund 1,7 Millionen Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von rund 48 GW in Deutschland installiert, die rund acht Prozent des Stromverbrauchs decken. Eine gute Marktverfügbarkeit, niedrigste Stromgestehungskosten im Kraftwerksbereich, sehr hohe Akzeptanzwerte in der Bevölkerung und eine vergleichsweise kurze Installationsdauer ermöglichen einen deutlich schnelleren Ausbau der Photovoltaik. Der Ausgleich der fluktuierenden solaren Stromerzeugung bedingt eine deutliche Erhöhung der Speicherkapazitäten zum kurzfristigen und saisonalen Ausgleich. Die Kapazität der Kurzfristspeicher muss sich den Berechnungen nach bis 2040 mindestens verdreißigfachen. Für die saisonale Stromspeicherung besteht die Herausforderung, Elektrolysekapazitäten im zweistelligen Gigawatt-Maßstab aufzubauen. "Klimakrise oder Stromlücke? Diese Frage stellt sich nicht, wenn Marktbarrieren für die Solarenergie eingerissen und die Ausbauziele für die Photovoltaik schnell angehoben werden. Dann kann der Solarenergie-Ausbau mit dem Atom- und Kohleausstieg Schritt halten und gemeinsam mit anderen Erneuerbaren Energien sowie deutlich größeren Speicherkapazitäten die Versorgungssicherheit klimafreundlich sicherstellen", zeigt sich Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW) überzeugt. Er appelliert an die Bundesregierung, am 20. September im Rahmen des Klimakabinetts entsprechende Beschlüsse zu fassen und endlich auch den 52 GW-Solardach-Deckel im EEG ersatzlos zu streichen. Dieser würde sonst im kommenden Jahr erreicht. Erst Anfang September hatten die vierzehn im Forschungsverbund Erneuerbare Energien zusammengeschlossenen deutschen Forschungsinstitute gegenüber Politik und Öffentlichkeit darauf gedrungen, den PV-Ausbau deutlich zu beschleunigen, und darauf hingewiesen, dass der aus dem Jahr 2012 stammende Förderdeckel den deutschen Klimaschutzzielen diametral entgegen laufe und schnell beseitigt werden müsse, um einen deutlichen Markteinbruch bei der Solarenergie zu verhindern. "Unsere Studie liefert den Beleg, dass die Photovoltaik die zentrale Rolle als erneuerbare Energiequelle im Rahmen der Energiewende in Deutschland innehat. Photovoltaik ist technologisch weit entwickelt, im Massenmarkt verfügbar und kosteneffizient einsetzbar, wie die Ausschreibungsergebnisse der vergangenen Jahre eindrucksvoll aufzeigen. Als einer der ältesten Solarmärkte weltweit verfügt Deutschland über umfangreiche Erfahrungen sowohl beim Handwerk als auch bei Anwendern und weist dennoch erst eine geringe Sättigungsquote auf", beschreibt Markus Hoehner, Gründer und Geschäftsführer von EuPD Research, die zukünftige Rolle der Photovoltaik. "Wir sind mitten in einem umfassenden Wandel der Energiesysteme. Dieser Transformationsprozess braucht dringend verlässliche und klare politische Rahmenbedingungen - nur dann entstehen für Industrie, Handwerk und Gewerbe neue Wachstumsmöglichkeiten und zukunftsfähige Geschäftsmodelle", ergänzt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH und Initiator der wichtigsten Innovationsplattform für die neue Energiewelt The smarter E Europe. Hintergrund Die Studie "Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg - Perspektiven im Strommarkt bis 2040" von EuPD Research nimmt die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen zum Anlass, ein realistisches Zukunftsbild des deutschen Strommarktes zu entwerfen. Neben der Modellierung des deutschen Strommarktes werden volkwirtschaftliche Dimensionen des Umbaus sowie die Auswirkungen auf den Strompreis untersucht. Als Darstellungsebene fungieren Lastgänge und Erzeugungsprofile auf 15-Minuten-Basis. Der Modellansatz folgt dem sogenannten Zieldreieck der Energiepolitik aus Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Insgesamt wird von 530 TWh in 2018 ausgehend eine Zunahme des Nettostromverbrauches um gut ein Fünftel auf 657 TWh in 2030 erwartet. Dem steht ein Rückgang im konventionellen Kraftwerkspark als Folge des Atomausstiegs sowie der beabsichtigten Stilllegung der Braun- und Steinkohlekraftwerke gegenüber. Die Berechnungen der Studie von EuPD Research zeigen, dass bereits ab 2020 ein deutlich höherer Ausbaupfad an Photovoltaik realisiert werden muss, um den steigenden Strombedarf zu decken. Bereits im Jahr 2022 entsteht eine Erzeugungslücke, die auf 70 TWh im Jahr 2030 anwächst. Im Szenariovergleich kann mit einem deutlich höheren Zubaupfad an Photovoltaik, der einer Verdreifachung der bis dato installierten Leistung bis 2030 entspricht, die sich abzeichnende Stromlücke deutlich verringert bzw. mittelfristig geschlossen werden. Dies bedeutet für das Jahr 2030 eine installierte Leistung von 162 GW Photovoltaikleistung am Standort Deutschland. Der BSW, die Innovationsplattform The smarter E Europe und EuPD Research sind Initiatoren dieses Studienprojektes. Aktuelle Unterstützer des Projektes sind Baywa r.e., E3/DC, GOLDBECK Solar, IBC Solar, Fronius, Panasonic, Siemens, Sharp, sonnen, Suntech, TESVOLT, und VARTA. Vorabversion der Studie (Kurzfassung): https://bsw.li/32zABSl - Die kompletten Studienergebnisse sind ab Ende September über die Webseiten der Initiatoren frei verfügbar. Zwei Pressegrafiken zur Illustration der Studienergebnisse: https://bsw.li/32AdRld bzw. https://bsw.li/2LtgLTn PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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IAA: Verkehrssektor durch Energiewende innovativ und nachhaltig machen (Wed, 11 Sep 2019)
IAA: Verkehrssektor durch Energiewende innovativ und nachhaltig machen Bundesregierung muss jetzt Rahmen definieren Elektromobilität ist Teil der Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende im Verkehrssektor. Foto: BSW-Solar/Upmann "Die Automobilindustrie steht global vor einem gewaltigen Umbruch. Deutschland kann sich als starker Automobilstandort behaupten, wenn jetzt die Chancen erkannt, Innovationen rasch umgesetzt und mutig in neue, saubere Mobilität investiert wird", bekräftigt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), anlässlich ihres Besuches der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am morgigen Donnerstag gemeinsam mit BEE-Vizepräsident Carsten Körnig. "Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt sind einige zukunftstaugliche PKW-Modelle zu sehen, die vor allem im Bereich der Elektromobilität deutlich die Richtung vorgeben, auch wenn insgesamt noch zu viele Modelle auf Benzin und Diesel aus Erdöl setzen", so Peter weiter. Das sei eine Sackgasse. Deutschland müsse sich vielmehr durch Innovationen in der Fahrzeugproduktion, durch neue Mobilitätskonzepte, aber auch durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien als Ersatz fossiler Kraftstoffe einen zukunftsfähigen und weltweit gefragten Wirtschaftszweig erschließen. Zur Verkehrswende gehörten deshalb die Reduzierung des Einsatzes fossiler Kraftstoffe ebenso wie der Wechsel auf neue Antriebstechnologien wie der Elektromobilität, die dabei zunehmend Erneuerbaren-Strom nutzt. Auch Biokraftstoffe und strombasierte Kraftstoffe (Power-to-X) sowie umfassende Anreize für den Öffentlichen Verkehr und der Aufbau einer modernen Mobilitätsinfrastruktur seien Teil eines Gesamtkonzepts, welches die Bundesregierung vorlegen müsse. Carsten Körnig ergänzt: "Nach dem gültigen Klimaschutzplan 2050 soll der Verkehrssektor mit 40 bis 42 Prozent Treibhausgasminderung bis 2030 zu den Klimaschutzzielen beitragen." Für die Paris-Klimaziele brauche es allerdings weitere Anstrengungen. "Wir erwarten, dass das Klimakabinett nächste Woche endlich konkrete Maßnahmen vorlegt. Dazu zählt vor allem ein verstärkter Ausbau der Erneuerbaren Energien - auch, um den steigenden Strombedarf der Elektromobilität klimafreundlich decken zu können", so Körnig. Eine zunehmend digitalisierte Energie- und Mobilitätswirtschaft könne die effiziente Kopplung von Strom- und Verkehrssektor ermöglichen. Um der Industrie und den Menschen im Land Investitionssicherheit bieten zu können, sei ein CO2-Minderungspfad mit klaren Etappenzielen für die Jahre 2025, 2030 und 2040 sowie dem Ziel der CO2-freien Mobilität festzulegen. Körnig: "Da sowohl Fahrzeuge als auch Verkehrsinfrastrukturen sehr lange Investitionszyklen haben, muss die Dekarbonisierung der Kraftstoffe aber auch beim Bestandsverkehr ansetzen." Aus Sicht des BEE sollten ab dem Jahr 2030 nur noch Fahrzeuge neu zugelassen werden, die CO2-frei oder CO2-neutral betrieben werden. Daneben muss im Rahmen einer CO2-Bepreisung eine schrittweise Erhöhung der Treibhausgas–Minderungsquote von 6 Prozent (2020) auf 16 Prozent (2030) vorgesehen werden. Um Erneuerbaren Strom oder Treibstoffe zu liefern, muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigt und hemmende Deckel und Bremsen entfernt werden. Der BEE hat im vergangenen Jahr ein Positionspapier "Erneuerbare Energie im Mobilitätssektor" und jüngst ein neues Konzept zur CO2-Bepreisung vorgelegt. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat mit EU-Unterstützung erst jüngst einen Leitfaden zur klimafreundlichen Elektrifizierung gewerblicher Fuhrparks erstellt, der unter dem folgenden Kurzlink kostenfrei heruntergeladen werden kann: https://bsw.li/2NKtORA
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Neuer Gewerbe-Ratgeber: Solare Fuhrpark-Elektrifizierung (Mon, 02 Sep 2019)
Neuer Gewerbe-Ratgeber: Solare Fuhrpark-Elektrifizierung Neuer Leitfaden weist Unternehmen rechtzeitig zur diesjährigen IAA Weg zur Elektrifizierung... Immer mehr Unternehmer in Deutschland wollen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Solarenergie und der Bereitstellung von E-Tankstellen für die eigene Belegschaft sowie der Elektrifizierung von Fuhrparks wird dabei eine wachsende Bedeutung beigemessen, so die Erwartung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). „Photovoltaikanlage, Solarstromspeicher und E-Fahrzeuge bilden das Dream Team einer zukunftsfähigen Energieversorgung im Gewerbe. Den Weg zur praktischen Umsetzung weist unser neuer Gewerbe-Ratgeber“, so BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Das von der Europäischen Union geförderte und vom BSW koordinierte Forschungsprojekt PVP4Grid untersucht derzeit in acht europäischen Ländern, zu welchen Bedingungen Solarstrom erzeugt, gespeichert und vor Ort verbraucht werden kann. Leitfäden aus allen Ländern mit Hintergründen zu den rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Beispielen aus der Praxis stehen jetzt zum kostenlosen Download bereit: https://bsw.li/2NKtORA Auf mehr als 500.000 Firmendächern werden in Deutschland bereits Solarstromanlagen betrieben. Mit einer neuen Umfrage möchten der BSW und die Innovationsplattform The smarter E Europe jetzt die Investitionsbereitschaft des Gewerbes in Solartechnik und Elektromobilität untersuchen und laden deutsche Unternehmen noch bis Ende September zur Teilnahme ein: https://bsw.li/2NEfOJ7 Solarstrom aus der eigenen Solarstromanlage ist für Gewerbebetriebe meist preiswerter als der Strom vom Energieversorger. "Moderne Betriebe werden zu Prosumenten - sie erzeugen, speichern und verbrauchen ihren eigenen Solarstrom", so Körnig. "So können sie auch ihr Lastprofil optimieren - also Lastspitzen vermeiden und zusätzlich Kosten reduzieren." Das Ende letzten Jahres auf EU-Ebene beschlossene CE4AE-Gesetzespaket (Clean Energy for All Europeans) gibt erstmals allen Menschen und Unternehmen in der EU das Recht, eigenen Strom zu produzieren und zu konsumieren. "Photovoltaik-Prosuming kann die Energiekosten der Beteiligten senken, die Stromnetze entlasten und reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen", sagt Körnig. Über PVP4Grid PV-Prosumers4Grid (PVP4Grid) ist ein EU-gefördertes Projekt mit zwölf Partnern aus acht verschiedenen europäischen Ländern. Das Hauptziel von PVP4Grid ist es, den Marktanteil und den Marktwert von Photovoltaik (PV) zu erhöhen, indem Verbraucher in die Lage versetzt werden, auf netzdienliche Art zu PV-Prosumenten zu werden. PVP4Grid zielt auf eine bessere Integration von PV ins Energiesystem mit einem Schwerpunkt auf Marktintegration ab. Neue Management- und Geschäftsmodelle, die PV, Speicher, flexible Nachfrage und andere Techniken zu einem kommerziell tragfähigen Produkt vereinen, werden bewertet, verbessert, umgesetzt und ausgewertet werden. Weitere Informationen: www.pvp4grid.eu PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Kurzstatement zu 20 Jahren Marktanreizprogramm (Mon, 02 Sep 2019)
Kurzstatement zu 20 Jahren Marktanreizprogramm Vor zwanzig Jahren, am 1. September 1999 ist das Marktanreizprogramm für Wärme aus Erneuerbaren... "Solarenergie ist die klimafreundliche und zuverlässige Wärmequelle. Bereits zwei Millionen Solarwärmeanlagen arbeiten auf deutschen Dächern für den Klimaschutz. Und doch wurde erst ein Bruchteil des gewaltigen Solarpotenzials für die Raum- und Prozesswärme gehoben. Das Marktanreizprogramm (MAP) hat viele Menschen ermutigt, Erneuerbare Energien zu nutzen. Für die längst überfällige Wärmewende reicht seine Schubkraft aber nicht aus. Anders als das EEG im Stromsektor hängt das MAP am Bundeshaushalt, ermöglicht damit in der Regel keine hinreichende Investitionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit mit fossilen Wärmeträgern. Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen möchte, muss sie endlich auch die Energiewende in den Heizungskellern starten. Dabei stünde ihr ein breiter Werkzeugkasten aus Fördern und Fordern zur Verfügung, von der Einführung steuerlicher Anreize über die CO2-Bepreisung bis zur EE-Mindestquote im Falle einer Heizungssanierung oder bei der Fernwärmeversorgung. Der Wärmesektor ist der Schlafende Riese des Klimaschutzes - das MAP allein kann ihn unmöglich wachkitzeln!" PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN Konstantin Francke, Pressereferent Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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