BSW Solar: Pressemeldungen

Solarstrom erzeugen und verbrauchen (Di, 18 Sep 2018)
Solarstrom erzeugen und verbrauchen Forschungsprojekt untersucht Solarstrom-Prosumenten-Konzepte in der EU In einer ersten Bestandsaufnahme hat das EU-geförderte Forschungsprojekt PVP4Grid einige grundlegende Beobachtungen zur individuellen und kollektiven Nutzung von vor Ort erzeugtem Solarstrom gemacht. Der Bericht unterscheidet drei Prosumenten-Konzepte und untersucht die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen: Individueller Eigenverbrauch, gemeinsame Nutzung einer Photovoltaik-Anlage innerhalb eines Gebäudes und Solarstromversorgung auf Quartiersebene. Individueller Eigenverbrauch - wenn also Anlagenbetreiber (Produzent) und Stromverbraucher (Konsument) identisch sind - ist demnach in allen untersuchten Ländern rechtlich möglich. Immerhin fünf der acht Länder erlauben die gemeinsame Nutzung einer Photovoltaik-Anlage innerhalb eines Gebäudes - in Belgien, Italien und Spanien ist sie explizit verboten. Die Solarstromversorgung auf Quartiersebene mit Nutzung des öffentlichen Stromnetzes ist bislang nur in zwei der untersuchten Länder - in Frankreich und den Niederlanden – rechtlich möglich und wirtschaftlich umsetzbar. "Die Analyse bestehender Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern stellt eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit von PVP4Grid dar. Ziel des internationalen Projektes ist es, einen Beitrag zur Entwicklung verbesserter Prosumenten-Konzepte und für die Verbreitung verbrauchsnaher Solarstromnutzung zu leisten", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des projektkoordinierenden Bundesverbands Solarwirtschaft. Welches Potenzial die verschiedenen Prosumenten-Konzepte für die Photovoltaik (PV) entfalten können, hängt auch von den vorherrschenden Fördermechanismen ab. So spielt etwa bei älteren PV-Kleinanlagen, bei denen die Vergütung für den eingespeisten Solarstrom noch über dem aktuellen Strompreis für Endkunden liegt, individueller Eigenverbrauch naturgemäß nur eine untergeordnete Rolle. Untersucht wurden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Neben der ausführlichen englischsprachigen Studie hat PVP4Grid Berichte in den jeweiligen Landessprachen veröffentlicht, die die Situation in den einzelnen Ländern darstellen, sowie eine englischsprachige Zusammenfassung dieser Berichte. Sie sind auf der Website von PVP4Grid verfügbar: www.pvp4grid.eu/pv-prosumer-concepts/ PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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BSW-Solar veröffentlicht kostenlos verfügbare Studie Enabling PV Nigeria (Fr, 31 Aug 2018)
BSW-Solar veröffentlicht kostenlos verfügbare Studie Enabling PV Nigeria Nigerias steigender Strombedarf kann zu großen Teilen durch Photovoltaikanlagen gedeckt werden /... Der Bundesverband Solarwirtschaft hat heute in Berlin seine Studie „Enabling PV Nigeria“ vorgestellt, die er zusammen mit seinen Partnern eclareon GmbH, der GOPA-International Energy Consultants GmbH (GOPA Intec) und der Delegation der deutschen Wirtschaft in Nigeria (AHK Nigeria) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes erstellt hat. „Wir zeigen auf, wie der stark steigende Energiebedarf der größten Volkswirtschaft Subsahara-Afrikas zu größeren Teilen mit sauberem Solarstrom zu decken ist“, erläutert David Wedepohl, Geschäftsführer Internationales beim Bundesverband Solarwirtschaft. Nigeria sei prädestiniert für Photovoltaik und Photovoltaik prädestiniert für Nigeria mit seinen guten Einstrahlungswerten und weitgehend vorhandenen Fachkräften. „Die zuverlässige und dezentral einsetzbare Photovoltaik-Technologie hat das Potenzial, in Ballungszentren mit extrem anfälligen Elektrizitätsnetzen die Stromversorgung sicherzustellen und Dieselgeneratoren zu ersetzen. In den netzfernen Regionen kann Photovoltaik auch dem großen Teil der Bevölkerung Elektrizität bringen, der bis heute keine Stromversorgung hat – die Elektrifizierungsrate liegt bei nur 59 Prozent.“ Für Solarfirmen bedeutet diese Situation, dass sie Photovoltaiksysteme errichten müssen, die die komplexen Anforderungen intelligent erfüllen: So muss die Solarstromerzeugung mit dem Verbrauchsprofil, existierenden Generatoren und Solarstromspeichern abgestimmt werden, um die Stromversorgung zuverlässiger und günstiger zu gewährleisten. „Die Photovoltaik-Spezialisten aus Deutschland können ihr Know-how in komplexer Systemintegration voll ausspielen“, so Wedepohl. Auf 73 Seiten stellt die im Rahmen der Deutsch-Nigerianischen Energiepartnerschaft entstandene Studie dar, welche Geschäftsmodelle für die Solarstromerzeugung bereits jetzt tragfähig sind: Photovoltaik im Kraftwerksmaßstab (25 bis 50 MWp), größere Photovoltaiksysteme mit Netzeinspeisung (1 bis 5 MWp), Hybridsysteme aus einer Kombination von Photovoltaikanlage und Dieselgenerator (100 kWp bis 1,5 MWp) sowie Off-Grid-Systeme für Wohnhäuser und lokale Mini-Stromnetze (10 bis 250 kWp). Detailliert und mithilfe von konkreten Beispielen wird anschaulich die Wirtschaftlichkeit dargelegt, Investment- und Cash-flow-Berechnungen präsentiert sowie Sensitivitäten etwa bei veränderten Systempreisen oder Zinssätzen untersucht. Ein Schwerpunkt der Studie ist die Beschreibung von Erfolgsfaktoren. „Als der BSW-Solar das erste Mal nach Nigeria kam, haben wir die Erfahrung gemacht, dass Photovoltaik als Technologie nicht erklärungsbedürftig war. Allerdings hat Solarenergie aufgrund schlechter Erfahrungen der Bevölkerung ein ramponiertes Image“, erzählt Wedepohl. „Viele kreative Nigerianer und nicht zuletzt die deutschen Firmen und ein ganzes deutsch-nigerianisches Netzwerk im Land arbeiten daran, dieses Image zu verbessern.“ Zu diesem Netzwerk gehören die Deutsch-Nigerianische Außenhandelskammer, die Deutsch-Nigerianische Energiepartnerschaft und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Nigerianische Erneuerbare Energien Verband REAN und der BSW-Solar. Eine Qualifizierungsinitiative für Solarteure heißt dann auch treffend „Let‘s make solar work“ (http://letsmakesolarwork.com). Ergänzt wird die Studie durch eine umfangreiche Analyse des nigerianischen Elektrizitätsmarkts sowie durch eine umfassende Darstellung der politischen und technischen Randbedingungen für die Installation von Photovoltaikanlagen. Somit bieten die Studie und die Initiative eine gute Informationsbasis und Hilfestellung für Investoren und Techniker, um vor Ort den Photovoltaikmarkt voranzubringen. Die Studie „Enabling PV Nigeria“ (auf Englisch) können Sie hier kostenlos herunterladen. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Meilenstein der Energiewende: 100.000ster Solarstromspeicher installiert (Di, 28 Aug 2018)
Meilenstein der Energiewende: 100.000ster Solarstromspeicher installiert Offizielle Inbetriebnahme des 100.000sten Solarstromspeichers durch Thomas Bareiß,... Der 100.000ste Solarstromspeicher in Deutschland ist heute in Eichwalde vor den Toren Berlins in Betrieb genommen worden. Die Solarbatterien erhöhen in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Eigenheimdach die Unabhängigkeit der Betreiber und bringen zugleich den Umstieg auf Erneuerbare Energien voran. "Das ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Umsetzung der Energiewende. Speicher stützen schon jetzt die Stromnetze und werden in Zukunft auch eine weiter wachsende Bedeutung erlangen", erklärt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß. "Seit 2013 sind die Kosten für die Batteriespeicher um mehr als 50 Prozent gesunken. Das trägt dazu bei, die Energiewende bezahlbarer zu machen. Außerdem erweitern Speicher die Flexibilitätsoptionen für ein intelligentes Lastmanagement. Flexible Lösungen wie diese tragen dazu bei, die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland auch künftig zu gewährleisten." Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), ergänzt: "Durch eine erfreuliche Investitionsbereitschaft vieler Bürger, die Innovationskraft der Branche und das vor fünf Jahren von der Bundesregierung gestartete Marktanreizprogramm konnten die Preise für Solarstromspeicher stark reduziert und zugleich die Leistungsfähigkeit der Systeme ausgebaut werden. Wenn die Politik die Energiewende jetzt konsequent weiterführt, werden Solarspeicher schon bald zum gängigen Standard. Wir freuen uns, dass heimische Speicheranbieter zur Weltspitze zählen und davon besonders profitieren", so Körnig. Die Branche sieht sich auf einem guten Weg: "Mehr als die Hälfte der Käufer von Photovoltaikanlagen bestellen gleich einen Batteriespeicher mit, weil sie damit ein hohes Maß an Unabhängigkeit erreichen können und einen Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Mit diesem Schwung werden wir den nächsten Meilenstein, 200.000 Solar-Batterien, bereits in zwei Jahren erreichen." Solarstromspeicher entlasten und stabilisieren in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage das Stromnetz vor Ort, weil sie Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen abfedern. Darüber hinaus können Speicher durch die Bereitstellung der sogenannten Blindleistung rund um die Uhr das Ortsnetz stützen. Dadurch kann der Netzausbau insbesondere für das Laden von Elektroautos verringert werden, denn an der gleichen Leitung lassen sich so zusätzliche Verbraucher mit Strom versorgen. Werden Batteriespeicher vernetzt, können sie auf allen Spannungsebenen das Stromnetz stützen und sogar Funktionen von klassischen Kraftwerken übernehmen. Dazu zählt zum Beispiel das Bereitstellen von Regelleistung, die Übertragungsnetzbetreiber einsetzen, um schwankende Stromnachfrage und Stromangebot auszugleichen. Mit positiver Regelenergie decken sie schnell die Lücke, die entsteht, wenn zu einem Zeitpunkt mehr Strom nachgefragt als ins Netz eingespeist wird. Negative Regelenergie wird eingesetzt, wenn zu viel Strom im Netz ist und kurzfristig zusätzliche Abnehmer gebraucht werden. Gerade hier liegt ein großer Bedarf an Speicherkapazität. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Solarstrom-Nachfrage 50 Prozent über Vorjahr (Di, 31 Jul 2018)
Solarstrom-Nachfrage 50 Prozent über Vorjahr Rekordsommer und gesunkene Kosten beflügeln Photovoltaik-Nachfrage Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 Megawattpeak neu installiert – fast 50 Prozent mehr neue Solarstromleistung als im Vorjahreszeitraum (901 MWp). Dies sei primär auf gesunkene Preise, aber auch auf den aktuellen Rekordsommer zurückzuführen. Der Branchenverband fordert die Bundesregierung auf, die hohe Investitionsbereitschaft bei Bürgern und Unternehmen künftig noch stärker zu nutzen, um wachsende Klimaschäden mit Hilfe der Solarenergie zu vermeiden. Verbliebende Marktbarrieren und Ausbaudeckel für die Solarenergie sollten nunmehr schnell beseitigt werden. Die in Deutschland bereits installierten rd. 1,6 Millionen Solarstromanlagen haben von Januar bis Juni 2018 rund 23,6 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt, rund acht Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. An einem Sommertag kann eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 Kilowatt auf dem Dach eines typischen Eigenheims etwa 30 Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Das reicht nach BSW-Angaben zum Beispiel für eine 200-Kilometer-Tour mit dem Elektroauto. Immer mehr Verbraucher legen sich neben einer Photovoltaikanlage auch einem Solarstromspeicher zu. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Für den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung bzw. Marktprämie nach dem Erneuerbaren-Energien Gesetz (EEG). Infolge des relativ starken Marktwachstums sinkt diese für Neuanlagen in den nächsten drei Monaten um jeweils 1 Prozent. Hintergrund Die Bundesnetzagentur hat am 31. Juli die aktuellen Photovoltaik-Meldedaten veröffentlicht. Die jüngsten Daten bekräftigen vorsichtige BSW-Erwartungen aus dem Frühjahr, 2018 erstmals seit einigen Jahren wieder das jährliche Photovoltaik-Ausbauziel der Bundesregierung zu erreichen. Mit 2.500 Megawatt im Jahr liegt dies allerdings weit unter den von Energieexperten für einen wirksamen Klimaschutz für notwendig erachteten Zubauzahlen.
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Energielabel für Verbundheizungsanlagen kommt nur langsam im Markt an (Mo, 30 Jul 2018)
Energielabel für Verbundheizungsanlagen kommt nur langsam im Markt an Einführung des Verbundanlagenlabels erreicht eine neue Phase / Das der Einführung des Labels... Knapp drei Jahre nach der europaweiten Einführung des Energieeffizienzlabels kommt das Verbundanlagenlabel nur langsam im Markt an. Dieses Fazit zieht das Konsortium des nun endenden Projekts „LabelPack A+“, das die Einführung des Energieeffizienzlabels für Heizungen, Warmwasserbereiter und Kombinationen in sechs europäischen Ländern erleichtern soll. „Als Label, das erstmalig auch Verbundanlagen in ihrer Energieeffizienz bewertet, ist das EU-Label deutlich komplexer als die vorherigen, bekannten Effizienzlabels aus anderen Segmenten“, sagt Pedro Dias, Generalsekretär des europäischen Verbands Solar Heat Europe/ESTIF. „Die Komplexität spiegelt sich leider auch bei der Akzeptanz des Labels beim Handwerker und Endkunden wider. Es wird bisher noch nicht in dem Maße nachgefragt, wie wir ursprünglich erwartet hatten.“ Wegen der zurückhaltenden Akzeptanz lag ein Schwerpunkt des Projekts auf der Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen für das Label und seinen Einsatz. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Solarwirtschaft, zum Projektabschluss: „Es ist sicher so, dass ein neues Label Zeit benötigt, sich am Markt zu etablieren. Bisher überwiegt für Industrie und Handwerk aber eindeutig der Aufwand, während Endkunden sich mit den vielen verschiedenen Informationen der Labels schwertun“, berichtet Körnig. „Wir haben dazu beigetragen, dass die Erfahrungen von Herstellern sowie Vertretern der Handwerkerschaft, öffentlichen Institutionen in Deutschland und Verbraucherschützern an die EU-Kommission zurückgespiegelt wurden und hoffen auf eine Berücksichtigung dieser Vorschläge bei künftigen Novellierungen.“ Bis es soweit ist, arbeiten vielen Firmen der Solarwärmebranche selbst an einem eigenen Label, da ihre Interessen bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Im Projekt wurden zahlreiche Informationsveranstaltungen und Handwerkerschulungen organisiert, Onlinetools erarbeitet und Materialien für das Fachpublikum erstellt. In den letzten Projektmonaten wurde – neben einer umfassenden Evaluierung des Labels und der Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen – nochmals umfassend per Social Media über das Label informiert, um Endkunden und Handwerker zu erreichen. Ebenfalls wurde das in fünf Sprachen verfügbare Label-Berechnungstool aktualisiert und dessen Anwendung verbessert. Es wird weiterhin zur Verfügung stehen und in Kooperation mit dem Solar-Keymark-Network weitergepflegt. Für weitere Informationen, konsultieren Sie bitte die Webseite www.label-pack-a-plus.eu. Hinweise für den Herausgeber Das Projekt LabelPack A+ wurde im Rahmen des EU-Horizon2020-Forschungs- und Innovationsprogramms unter der Fördervereinbarung Nr. 649904 gefördert. Umgesetzt wurde es durch elf Partnerorganisationen in sechs EU-Ländern. Der Projektkoordinator war Solar Heat Europe/ESTIF.
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Sommerwetter: Millionen ernten Solarenergie (So, 15 Jul 2018)
Sommerwetter: Millionen ernten Solarenergie Mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland nutzen bereits Solarenergie / Speicher machen Strom... Berlin, den 15. Juli 2018 – Fast überall in Deutschland scheint die Sonne an diesen Sommertagen länger als zwölf Stunden täglich. Bereits mehr als zehn Millionen Menschen nutzen diese kostenlose Energie für die Strom- oder Wärmeversorgung des eigenen Hauses – oft sogar auch nach Sonnenuntergang. „Mit einer Photovoltaik-Anlage kann man auf dem eigenen Dach bereits ab zehn Cent pro Kilowattstunde klimafreundlichen Solarstrom erzeugen. Das ist unschlagbar preiswert“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Die rund 30 Kilowattstunden, die eine typische Hausdachanlage an einem sonnigen Tag wie heute erzeugt, reichen zum Beispiel für eine 200-Kilometer-Tour mit dem Elektroauto.“ Gesunkene Anlagenpreise sorgen für einen starken Nachfrageschub. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1 Gigawatt installiert – über 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Immer mehr Menschen komplettieren ihre Photovoltaik-Anlage mit einem Solarstromspeicher. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Für den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung. Dachflächen bieten in aller Regel ausreichend Platz, die Sonnenenergie nicht nur zur Stromerzeugung, sondern mithilfe solarthermischer Kollektoren auch zur kostengünstigen Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung zu nutzen. Millionen Menschen setzen bereits auf Solarwärmeanlagen. Energiespeicher gelten dabei längst als Standard. Körnig: „Eine Solarwärmeanlage sorgt zuverlässig und umweltfreundlich für warmes Wasser. Im Sommerhalbjahr kann sie die Aufgabe des Heizkessels oft komplett übernehmen und den Brennstoffverbrauch auf null senken. In den Übergangszeiten und an sonnigen Wintertagen kann sie, je nach Größe und Auslegung, die Raumheizung unterstützen.“ Der Staat unterstützt den Einbau einer Solarwärmeanlage in Bestandsgebäude mit großzügigen Zuschüssen von bis zu 3.600 Euro. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich bei einem Fachbetrieb über die vielen Möglichkeiten zu informieren, um noch vor Beginn des Herbstes auf Solarenergie umzusteigen“, so Körnig. Kompetente Handwerksbetriebe findet man auf www.solartechnikberater.de
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Bundesländer wollen verstärkt Solarenergie ernten (Di, 10 Jul 2018)
Bundesländer wollen verstärkt Solarenergie ernten Hessen will benachteiligte Flächen für Solarparks öffnen / BSW erwartet, dass weitere Länder folgen Berlin, den 10. Juli 2018 – Als drittes Bundesland nach Bayern und Baden-Württemberg will Hessen künftig Standorte auf sogenannten „benachteiligten Flächen“ für Solarkraftwerke zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um ertragsschwache landwirtschaftliche Flächen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. begrüßt dieses Ansinnen und geht davon aus, dass weitere Bundesländer in den nächsten Monaten folgen werden und in erforderlichem Umfang Flächen für die Solarstromerzeugung bereitstellen. Photovoltaik verfügt über eine herausragende Flächeneffizienz. Auf einem durchschnittlichen unverschatteten Eigenheimdach lässt sich rechnerisch problemlos der Jahresstrombedarf einer fünfköpfigen Familie inklusive Strombedarf für das eigene E-Auto decken. Um in den nächsten 20 bis 30 Jahren die Vollversorgung eines Industrielandes aus Erneuerbaren Energien zu erreichen, wird sich der Solarstrombedarf in Deutschland in den nächsten Jahren vervielfachen. Damit wächst auch der Bedarf an geeigneten Standorten für die Solarstromerzeugung. Neu errichtete Solarparks können Solarstrom inzwischen bereits für rund 5 Cent je Kilowattstunde erzeugen. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Neben Dach- und Fassadenflächen müssen deshalb verstärkt auch Freiflächen für eine gute Sonnenernte erschlossen werden. Sie treffen in der Bevölkerung auf höchste Akzeptanzwerte, da sie kaum Eingriffe in Natur und Landschaft darstellen. Wir rechnen deshalb mit einem verstärkten Solarengagement der Bundesländer und empfehlen diesen, bereits zeitnah vergleichbare Verordnungen wie in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu verabschieden. Wer auch wirtschaftlich von dem wachsenden Ökostrombedarf profitieren möchte, sollte bald folgen und dabei auf enge Mengenbegrenzungen verzichten.“ Nach BSW-Erwartung dürfte die Errichtung von Solarparks künftig auf besonderes Interesse auch in den Bundesländern stoßen, die von dem geplanten Ausstieg aus dem Kohlebergbau betroffen sind. „Erneuerbare Energien schaffen Jobs und Wertschöpfung. Für einen erfolgreichen regionalen Strukturwandel beim Kohleausstieg sollten gerade auch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg bei der Standortausweisung für Solarparks vorangehen“, so Körnig. Von der Bundesregierung erwartet sich der BSW im Herbst eine Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die Jahre 2019 und 2020 angekündigten Sonderausschreibungen und eine weitere Lockerung von Standortrestriktionen insbesondere in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen. Darüber hinaus forderte der BSW in den letzten Monaten wiederholt eine generelle Anhebung der Ausbauziele sowie die Abschaffung von Ausbaudeckeln und Marktbarrieren für die Photovoltaik auch im Gebäudesektor. Grafiken zur Akzeptanzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien: https://bsw.li/2MYd6dS
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Solarthermie: Wichtiger Faktor für die Wärmewende (Mo, 02 Jul 2018)
Solarthermie: Wichtiger Faktor für die Wärmewende Gemeinsame Pressemitteilung des BDH und des BSW-Solar Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie, BDH, und der Bundesverband Solarwirtschaft, BSW-Solar, fordern die Bundesregierung auf, die Energiewende im Wärmebereich erheblich zu beschleunigen. Der Wärmesektor trage derzeit viel zu wenig bei, um den CO2-Ausstoß in der Bundesrepublik zu senken. Deutschland drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe, weil das EU-Klimaziel verfehlt wird. "In Kombination mit Solarthermie werden Brennwertheizungen, Wärmepumpen und Holzzentralheizungen zu hybriden Heizungen und sparen gegenüber einer Altanlage bis zu 40 Prozent an Energie", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. Über 2 Mio. Heizungsanlagen in Deutschland nutzen die Sonne bereits für die Heizung und/oder die Warmwasserbereitung. Der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern ist aber riesig: Rund 13 Millionen Heizungen sind vollkommen veraltet und sollten zügig ausgetauscht werden. Nur 10 Prozent nutzen bisher erneuerbare Energien über die Solarthermie. "Heizungen mit einem Alter von über zwanzig Jahren sind in der Regel teure Energieschleudern und sehr klimaschädlich. Sie sollten dringend erneuert werden und lassen sich mit einer Solaranlage auf deutlich mehr Effizienz trimmen", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. "Wir brauchen einen massiven Einsatz Erneuerbarer Energien, um die Wärmewende zu schaffen. Deswegen sollten wir auch die riesigen Potenziale der solaren Nah- und Fernwärme nutzen. Große Solarwärmeanlagen können in Deutschland Wärme für drei bis fünf Cent je Kilowattstunde erzeugen", so Körnig. Beide Verbände setzen sich für die Stärkung dieses Erneuerbaren-Energien-Systems im Wärmemarkt ein. Natürlich bedarf es einer fachmännischen Planung und Installation sowie einer sachgerechten Handhabe dieser Technologie, damit ein Optimum an Solarertrag erreicht wird. Der BDH publiziert dazu Informationsblätter (Reihen Nr. 17 und 27). Solarthermiebetreiber, aber auch das SHK-Fachhandwerk erhalten darin Tipps und Hinweise für den optimalen Betrieb solarthermischer Anlagen. Auch die Kampagne „Sonnige Heizung“ hält unter www.sonnigeheizung.de eine Fülle an Informationen rund um die Technologie bereit. Der Bundesverband Solarwirtschaft erklärt in einem Hintergrundpapier, was man beim Kauf und der Installation einer Solarthermie-Anlage beachten sollte. Außerdem hält er auf der Internetseite www.solartechnikberater.de Verbraucherinformationen zur Technologie und zur Förderung bereit. Im Youtube-Kanal des BSW-Solar gibt es ergänzend mehrere Videos zum Thema Solarwärme. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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Solarenergie-Rekordernte im 1. Halbjahr 2018 (So, 01 Jul 2018)
Solarenergie-Rekordernte im 1. Halbjahr 2018 Solarkraftwerke in Deutschland erzeugen im ersten Halbjahr 2018 acht Prozent mehr Strom als 2017 /... Foto: Sharp Die Betreiber der in Deutschland installierten über 3,5 Millionen Solaranlagen können sich im ersten Halbjahr 2018 über eine Rekordernte freuen. So lag allein die Produktion von Solarstrom mit rund 23,6 Terawattstunden fast acht Prozent über dem ersten Halbjahr 2017. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) hervor. Die gute Sonnenernte der letzten Monate sind das Resultat eines ungewöhnlich sonnenreichen Frühjahrs und einer anziehenden Nachfrage. Die Vereinigung der führenden Solar- und Speicherunternehmen fordert die Bundesregierung auf, die Potenziale der inzwischen überaus preiswerten Solartechnik noch deutlich stärker zu nutzen, um die Klimaziele zu erreichen. "Rund 10 Millionen Menschen profitieren in Deutschland bereits unmittelbar von den Vorzügen der Solarenergie. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Klimaziele muss ihr Ausbautempo aber vervielfacht werden", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. "Dabei mangelt es weder an Sonne, intelligenten technischen Lösungen, noch an der Investitionsbereitschaft von Verbrauchern und Unternehmen, sondern oft an fairen Marktbedingungen und der klimapolitischen Durchsetzungskraft", so Körnig. Der BSW fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag angekündigten Sonderausschreibungen von vier Gigawatt Solarstromleistung in den kommenden beiden Jahren ohne Abstriche umzusetzen und durch den Abbau von Investitionsbarrieren auch in den Folgejahren deutlich mehr Solaranlagen zu installieren. Die Bundesregierung müsse das jährliche Photovoltaik-Ausbauziel von 2,5 Gigawatt auf rund 10 Gigawatt erhöhen und den im EEG verankerten 52-Gigawatt-Zubaudeckel noch in diesem Jahr ebenso streichen wie die diskriminierende finanzielle Belastung von Mietern und Unternehmen, die sich selbst oder im ökologischen Quartiersverbund mit Solarenergie versorgen wollen, so die Forderung des Bundesverbandes. Körnig: "Diese Beschränkungen stammen aus einer Zeit, als Solarenergie noch teuer war. Inzwischen ist Solarstrom bei Preisen von 5-10 Cent je Kilowattstunde aber preiswerter als Strom aus vielen anderen neuen Kraftwerken. Es gibt überhaupt keinen Grund, den Ausbau noch zu deckeln, wenn wir nicht sehenden Auges das Klimaproblem weiter verschärfen und in eine Ökostrom-Lücke hineinlaufen wollen." Allein die Elektrifizierung des Autoverkehrs führe zu einem wachsenden Bedarf an Erneuerbaren Energien. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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EU stärkt solare Selbstversorger (Do, 28 Jun 2018)
EU stärkt solare Selbstversorger Neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union / EU-Mitgliedsstaaten einigen sich auf... Die Eigenversorgung mit Solarenergie erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Bürgern und Unternehmen. Gleichzeitig werden ihr in Deutschland und einigen anderen EU-Mitgliedsstaaten zum Teil noch immer erhebliche finanzielle und bürokratische Hindernisse in den Weg gelegt. Damit könnte bald Schluss sein: Europäisches Parlament, Europarat und EU-Kommission einigten sich darauf, dass die Selbst- und Direktversorgung von Verbrauchern und Mietern mit Erneuerbaren Energien künftig nicht mehr diskriminiert und behindert werden darf. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sollte diese Entscheidung die Bundesregierung dazu ermuntern, die Rolle dezentraler Energiewende-Lösungen und Quartierskonzepte zu stärken und bestehende Marktbarrieren zeitnah abzubauen. "Sonnensteuern auf selbst verbrauchten Solarstrom werden nun ebenso fallen müssen wie der 52-Gigawatt-Ausbaudeckel für die Photovoltaik im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz", sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Die Belastung von Solarstrom zur Eigen- und Mieterstromversorgung mit der EEG-Umlage wurde in Deutschland im Jahr 2014 eingeführt. Sie verlängert die Zeit, bis sich solche Photovoltaik-Projekte bezahlt gemacht haben um mehrere Jahre. "Die Belastung des Eigenverbrauchs hat zu einem deutlichen Rückgang des Photovoltaik-Markts beigetragen. Fällt diese Marktbarriere, könnte auf Gewerbe-, Industrie- und Wohngebäuden noch deutlich mehr Solarpotenzial gehoben und die Klimabilanz Deutschlands erheblich verbessert werden", erklärte Körnig. Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch dieser Woche auf eine Neufassung der EE-Richtlinie verständigt, die zum Teil nennenswerte Verbesserungen für Ausbau und Nutzung Erneuerbarer Energien vorsieht. Darunter findet sich auch eine Anhebung der EE-Ausbauziele auf 32 Prozent am gesamten europäischen Energiemix. "Wir haben uns zwar einen Anteil von 35 Prozent Erneuerbare Energie gewünscht, doch selbst dieses niedrigere Ziel werden wir nur mit einer deutlich stärkeren Nutzung der Solarenergie im Strom- Wärme- und Mobilitätsbereich erreichen können“, so Körnig. „Nach einem massiven Preisrückgang stehen Solarenergie und Speicher nun bereit, eine deutlich größere Rolle für eine sichere und preiswerte Energieversorgung zu leisten." In Deutschland liegt der EE-Anteil am Bruttoendenergieverbrauch derzeit bei rund 15 Prozent. Hintergrund Im Grundsatz sollen einzelne Personen und Gruppen von Personen nach der Artikel 21 der neuen EE-Richtlinie künftig dazu berechtigt werden, Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, auch für den Eigenverbrauch, überschüssige Energie zu speichern und zu verkaufen, auch über Stromabnahmevereinbarungen, Stromversorgungsunternehmen und Peer-to-Peer-Plattformen, ohne dabei auf diskriminierende und überlastende Bedingungen zu stoßen. Die Mitgliedsstaaten haben künftig dafür zu sorgen, dass Eigenverbraucher Erneuerbarer Energien, individuell oder über Aggregatoren, das Recht zur Installation und Betrieb von Stromspeichersystemen in Verbindung mit Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie für den Eigenverbrauch erhalten, ohne jegliche Doppelbesteuerung wie etwa Netzentgelte für gespeicherten Strom, der im eigenen Haushalt verbleibt. Die Richtlinie muss nun im Rahmen einer der nächsten EU-Ratssitzungen bestätigt und vom EU-Parlament formell bekräftigt werden, bevor sie im Journal der Europäischen Union (Amtsblatt) offiziell bekannt gegeben wird und damit in Kraft tritt. EU-Mitgliedstaaten haben ab dem Zeitpunkt 18 Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht zu überführen. Der BSW-Solar wird in den nächsten Wochen die konkreten Implikationen für die nationale Gesetzgebung prüfen und seine Mitglieder zeitnah über neue Entwicklungen und Erkenntnisse informieren. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30 www.solarwirtschaft.de
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