BSW Solar: Pressemeldungen

EU-Parlament gegen Doppelbelastung von Stromspeichern - Verbände appellieren an Bundesminister Altmaier (Mo, 03 Dez 2018)
EU-Parlament gegen Doppelbelastung von Stromspeichern - Verbände appellieren an Bundesminister Altmaier Gemeinsame Pressemitteilung von BVES, BEE, BNE und BSW-Solar zur Doppelbelastung von Stromspeichern Die Energiewende-Verbände BVES, BEE, BNE und BSW-Solar appellieren in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Altmaier, eine entscheidende Weichenstellung für Energiespeicher am Mittwoch in Brüssel nicht zu blockieren. Der Beschluss des EU-Parlaments sieht vor, Energiespeicher dann von doppelten Abgaben und Steuern zu entlasten, wenn sie das Stromnetz stützen, also netzdienlich eingesetzt werden. "Das EU-Parlament ist mit seinem Vorschlag auf dem richtigen Weg", so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands Energiespeicher (BVES). "Netzdienliches Verhalten und die Bereitstellung von Netzdienstleistungen aus Energiespeichern mit doppelten Abgaben für die gleiche kWh zu belasten, ist schon immer Unsinn, doch leider Realität. Der Vorschlag des EU-Parlaments ist ein wesentlicher Schritt hin zu einer digitalen und dezentralen Energiewende", führt Windelen weiter aus, "da endlich der Weg frei gemacht wird, die Flexibilisierungsoption Energiespeicher systemisch richtig einzusetzen. Mit der bisherigen Doppelbelastung nur für Speicher, ist dies für den Betreiber mit hohen Kosten verbunden." Die Verbände fordern von Bundeswirtschaftsminister Altmaier, diesen Vorschlag des EU-Parlaments nicht im Rat zu blockieren und so den systemdienlichen Einsatz von Speichern endlich zu ermöglichen. "Wir brauchen auf dem Energiemarkt endlich faire Regeln zwischen den fossilen und den neuen Technologien", sagt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes neue Energiewirtschaft (BNE). "Die Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Stromes und insbesondere des erneuerbaren Stromes muss durch eine nach den CO2-Emissionen der Energieträger gerichtete Lastenteilung der Abgaben und Umlagen auf die Energieträger beseitigt werden. Dazu gehört insbesondere die Befreiung der Speicherung von der Doppelbelastung. Sowohl die Netzentgelte als auch die Umlagen müssen so gestaltet werden, dass Flexibilisierung und Speicherung nicht länger behindert, sondern angeregt werden." "Faire Regeln auf dem Energiemarkt und bei den Intelligenten Netzen ermöglichen es, dass neue, saubere Technologien noch mehr Systemverantwortung übernehmen. Diese Fairness ist nicht gegeben, wenn fossiler Strom faktisch abgabenfrei Netzdienstleistungen liefern kann, während die Kilowattstunde aus dem Speicher zum Teil doppelt kostet", so Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). "Jetzt ist die Chance da, eine Netzdienstleistung nicht wie einen Letztverbraucher zu besteuern. Solange der Strom nicht verbraucht, sondern später dem Netz wieder zur Verfügung gestellt wird, gehen dem Staat oder dem System auch keine Einnahmen verloren." "Heute bremst die Doppelbelastung den netzdienlichen Einsatz von Speichern und damit die Entwicklung der gesamten Speicherbranche deutlich", ergänzt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). "Wenn wir dagegen endlich zeigen können, wie Netze, Speicher und Elektromobile sich digital gesteuert flexibel abstimmen, dann wird auch in die Energiewende eine neue Dynamik kommen. Und Europa könnte hier die Technologieführerschaft gehören." Bisher lehnt der Rat der EU-Mitgliedstaaten die Forderung des Parlaments ab und formuliert, dass lediglich eigenerzeugter, gespeicherter und vor Ort direkt selbst verbrauchter Strom keine doppelten Entgelte und Abgaben zahlt. "Keine doppelten Netzentgelte auf eigenerzeugten Strom", so lautet das Angebot des Rates. "Dieser Vorschlag ist jedoch leider paradox und kein Entgegenkommen", so Urban Windelen, "Eigenerzeugten und eigenverbrauchten Sonnenstrom auch nur einmal mit Netzentgelten zu belasten, ist kontraproduktiv. Wir hoffen, dass Deutschland seine Position noch einmal überdenkt". Die Position des EU-Parlaments hingegen wäre auch auf der Linie des Koalitionsvertrages, der eine Änderung der Abgabenlast für Energiespeicher fordert. Zudem hat der Bundesrat bereits in mehreren Beschlüssen von der Bundesregierung gefordert, den Status als Letztverbraucher für Energiespeicher und damit die Doppelbelastung zu streichen. Auch die EU-Kommission hatte bereits Ende 2016 in einem Entwurf dargelegt, wie flexible Endkunden besser in das Energiesystem integriert werden sollen. Eine zentrale Rolle spielen dabei in Zukunft Kunden ("Prosumer"), die über Systeme aus erneuerbarer Stromerzeugung, Speicher und Elektrofahrzeug verfügen und ihre Flexibilität dem Netz anbieten können. Hintergrund Ein Haushaltkunde mit Energiespeicher zahlt bei der Speicherung von Strom aus dem Netz stets etwa 21 Cent pro kWh an Abgaben und Umlagen. Die 21 Cent pro kWh an Abgaben und Umlagen muss ein Haushaltskunde auch dann bezahlen, wenn er den Strom später wieder in das Netz zurückspeist und mit der Einspeisung Netzprobleme ausgleicht. Für diese zuvor gespeicherte kWh wird dann nochmals der gleiche Abgabenbetrag fällig. Digital vernetzte Solaranlagen, Speicher und Elektromobile gelten als Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Seit Ende 2016 verhandelt die EU das zukünftige Strommarktdesign im Zuge des sogenannten Clean Energy Package. Ein wichtiger Aspekt ist dort die zukünftige Rolle von "active customers", die selbst Strom erzeugen, speichern, verbrauchen und liefern (siehe Artikel 15 der Electricity Market Design Directive). In Deutschland werden diese Kunden häufig auch "Prosumer" genannt. Ihre Ausgestaltung wird zurzeit im sogenannten Trialog-Verfahren zwischen EU Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten verhandelt. Die nächste Verhandlung findet am Mittwoch, den 5. Dezember statt. Das EU Parlament hatte gefordert, dass "active customers" mit Speicher keine doppelten Abgaben mehr bei der Erbringung von Netzdienstleistungen zahlen müssen. Der Rat der EU Mitgliedstaaten hingegen will das Verbot der Doppelbelastung nur auf vor Ort erzeugten, gespeicherten und nachfolgend selbst verbrauchten Strom anwenden. Die doppelte Belastung mit Abgaben und Umlagen auf gespeicherten Strom ist zentrales Hemmnis für den Ausbau von Speichern in Deutschland. Grundsätzlich sind Energiespeicher jeder Art und Größe technisch hervorragend zur Erbringung von Systemdienstleistungen wie Regelenergie, Redispatch usw. geeignet. Weitere Informationen Aktueller Entwurf und offizieller Verhandlungsstand, die strittige Passage findet sich in Zeile 307: http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-7506-2018-REV-7/en/pdf
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Pressestatement zur Verabschiedung des Energiesammelgesetzes im Bundestag (Fri, 30 Nov 2018)
Pressestatement zur Verabschiedung des Energiesammelgesetzes im Bundestag Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, zur Verabschiedung des... „Wir begrüßen den Beschluss des Bundestages, die Auktionsmenge für ebenerdig errichtete Solarparks spürbar zu erhöhen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Im Dunkeln bleibt, warum die Bundesregierung gleichzeitig den Ausbau von verbrauchsnahen größeren Solardächern bremst. Die hier geplanten Eingriffe in den Vertrauensschutz und Förderrahmen wurden von der Koalition leider nur geringfügig gedämpft und müssen künftig unterbleiben. Die jetzt eingesetzte parlamentarische Arbeitsgruppe ist gefordert, Marktbarrieren für die solare Direktversorgung von Wohn- und Gewerbequartieren schnell zu beseitigen. Der aus der Zeit gefallene 52-Gigawatt-Förderdeckel muss 2019 ebenso gestrichen werden wie die Belastung selbst genutzten Solar- und Mieterstroms mit Umlagen, Steuern und Abgaben. Wir brauchen einen deutlich stärkeren Ausbau der Solartechnik auf dem Lande und in den Städten. Wir benötigen einen verlässlichen und robusten Ausbaupfad für die Solarenergie, der über eine Perspektive von zwei, drei Jahren hinausreicht. Nur so lassen sich die Klimaziele der Bundesregierung und der angestrebte EE-Anteil am Strommix von 65 Prozent im Jahr 2030 erreichen. Solar- und Speichertechnologie werden immer preiswerter und stehen bereit, man muss sie nur lassen und das große Engagement von Bürgern und Unternehmen vor Ort stärker einbinden.“ Eine Pressegrafik mit den Auktionsmengen der nächsten Jahre können Sie hier herunterladen: bsw.li/2DVUPN0
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Solardeckel überschattet Sonderauktionen (Wed, 28 Nov 2018)
Solardeckel überschattet Sonderauktionen Nachbesserungen am Energiesammelgesetz sind unzureichend / Ausbauziele für Solarenergie sollten... Die Solarbranche begrüßt die von der Bundesregierung in den nächsten drei Jahren geplanten Sonderausschreibungen ebenerdig errichteter Solarparks. Überschattet werden diese aber nach Einschätzung der Solarwirtschaft von einer nach wie vor im Raum stehenden Deckelung und kurzfristig geplanten Sonderkürzungen bei der Förderung neuer Solardächer. Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages hat nach massiver Kritik aus der Solarbranche zwar Nachbesserungen am Energiesammelgesetz beschlossen, vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) werden diese aber als unzureichend gewertet. Die Gesetzesänderungen sollen am Freitag im Bundestag beschlossen werden und Anfang 2019 in Kraft treten. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Die Sonderauktionen für Solarparks sind Lichtblicke, die aber durch den 2020 erreichten Solardach-Deckel überschattet werden. Solange unklar ist, ob und wie Solardachanlagen in naher Zukunft finanziert werden, bleiben die Klimaziele der Bundesregierung Makulatur. Der Bundestag ist jetzt gefordert, im Rahmen der eingesetzten parlamentarischen Arbeitsgruppe diese gravierende Planungsunsicherheit endlich zu beseitigen. Er muss die Ausbauziele für Solarenergie zudem deutlich anheben und Marktbarrieren für die solare Selbst- und Direktversorgung von Wohn- und Gewerbequartieren abbauen.“ Nach Auffassung des Branchenverbandes gehen die bislang geplanten Nachbesserungen am vorliegenden Entwurf des Energiesammelgesetzes nicht weit genug: „Ungerechtfertigte Einschnitte bei der Förderung von Solardächern werden nur gedämpft, die Beseitigung von Ausbaubremsen erneut vertagt“, so Körnig. Drei Viertel der Bevölkerung haben dafür kein Verständnis, wie eine repräsentative Umfrage des Bundesverbandes erst jüngst ergab. Auch der Bundesrat forderte am vergangenen Freitag weitergehende Nachbesserungen am Gesetzesentwurf. Körnig: „Die Solarwirtschaft arbeitet unter Hochdruck daran, sich mittels Innovationen und beachtlichen Erfolgen bei der Kostensenkung von den Fesseln der Förderabhängigkeit zu befreien. Investitionen in den Klimaschutz erfordern aber faire Rahmenbedingungen, Vertrauensschutz und ein Mindestmaß an Planungssicherheit. Mit abrupten Fördereinschnitten und einem willkürlichen Entzug von Marktprämien nach Erreichen des 52 GW-Deckels ist dies unvereinbar!“ Hintergrund Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages hat sich heute darauf verständigt, die geplanten Einschnitte bei der Förderung großer neuer Solardächer lediglich um wenige Wochen zu verschieben und etwas geringer ausfallen zu lassen. Eine parlamentarische Arbeitsgruppe soll zudem bis zum Frühjahr 2019 Vorschläge zum Umgang mit dem 52-GW-Förderdeckel unterbreiten. Der 2012 von einer schwarz-gelben Koalition installierte Förderdeckel dürfte nach BSW-Einschätzung bereits im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werden und einen Markteinbruch zur Folge haben. Nachbesserungen beschloss der Wirtschaftsausschuss bei den überraschend vom Bundeswirtschaftsminister initiierten Sonderkürzungen bei der Förderung größerer Solardächer. Anders als ursprünglich geplant sollen diese nun nicht bereits zum 1. Januar 2019 greifen, sondern wenige Wochen später, stufenweise zum 1. Februar, 1. März. und 1. April 2019 in Kraft treten. Ins öffentliche Netz eingespeister Solarstrom aus neu errichteten PV-Anlagen mit einer Leistung von 40-750 kWp erhält dann nur noch eine Vergütung in Höhe von 8,9 Cent je Kilowattstunde, statt bislang rd. 10 Cent/kWh. Ursprünglich war von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine Absenkung der Förderung auf 8,33 Cent je kWh geplant worden. Wie viele derzeit in Planung befindliche Solardach-Projekte durch die geringfügige Verschiebung und Dämpfung der Fördereinschnitte noch zu retten sind, wird nach BSW-Einschätzung nun wesentlich von der Witterung und verfügbaren Handwerkerkapazitäten in den nächsten Wochen abhängen. Der BSW hatte wiederholt vor den zusätzlichen Eingriffen gewarnt und deren falsche Datengrundlage kritisiert, zuletzt auch im Rahmen einer Sachverständigenanhörung im Bundestag. Auf Veranlassung der SPD-Fraktion kam es zu Neuberechnungen und einer Dämpfung der unerwarteten Sonderkürzung, insbesondere für solare Mieterstromprojekte, die zusätzlich zur nur kurzfristig ausgesetzten Regeldegression der Förderung greifen wird, die in § 49 EEG geregelt ist.
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BSW-Präsident Joachim Goldbeck im Amt bestätigt (Wed, 21 Nov 2018)
BSW-Präsident Joachim Goldbeck im Amt bestätigt Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Solarwirtschaft wählt Präsident Joachim Goldbeck für zwei... Der Bundesverband Solarwirtschaft wird zwei weitere Jahre von Präsident Joachim Goldbeck, Geschäftsführer der GOLDBECK Solar GmbH, geführt. Die Mitgliederversammlung mit mehr als 100 anwesenden Solarunternehmern wählte Moritz Ritter (Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG) als Vizepräsidenten des BSW. Ritter folgt damit Helmut Jäger (SOLVIS GmbH), der dieses Amt 16 Jahre bekleidet hat. Jäger bleibt dem BSW als Vorstandsmitglied in der neuen Legislaturperiode weiterhin erhalten. Neu in das Führungsgremium des BSW gewählt wurden Alexander Schütt (BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH), Dr. Dierk Paskert (Encavis AG), Oliver Beckel, Hanwha Q CELLS und Christoph Ostermann (sonnen GmbH). Im Amt bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Jörg Ebel (IBC SOLAR AG) und Milan Nitzschke (RECOM AG). Wegen noch laufender Legislaturperioden gehören weiterhin Schatzmeister Herman Rens (Citrin Solar GmbH), Michael Entrup (HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG), Alexander Naujoks (SMA Solar Technology AG) und Peter Thiele (Sharp Electronics GmbH) dem Vorstand an. Hinweis für Redaktionen: Ein Porträtbild des Präsidenten Joachim Goldbecks finden Sie hier: http://bsw.li/1Frvq62 Ein Gruppenbild des neuen BSW-Vorstands finden Sie hier: https://bsw.li/2QdWJzh Kurzlebensläufe der Präsidiumsmitglieder stellen wir Ihnen auf Nachfrage gerne zur Verfügung. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Umfrage: Bundesregierung unternimmt nicht genug gegen Erhitzung der Erde (Tue, 20 Nov 2018)
Umfrage: Bundesregierung unternimmt nicht genug gegen Erhitzung der Erde Nur ein Fünftel der Bundesbürger über 18 Jahren sagt, dass die Bundesregierung genug unternimmt, um... Die weitüberwiegende Mehrzahl der Bundesbürger ist unzufrieden mit der Klimaschutz- und Solarpolitik der Bundesregierung. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. heute in Berlin vorgestellt hat. Demnach ist nur ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) der Ansicht, die Bundesregierung tue genug, um die Erhitzung der Erde zu bremsen. Vor allem Frauen stellen der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus: Nur 16 Prozent der Bürgerinnen halten die Bemühungen von Union und SPD für ausreichend. Ausgeglichen ist das Geschlechterverhältnis bei der Frage, ob die Bundesregierung zu wenig für den Ausbau der Solarenergie unternehme: Zwei von drei Befragten (62 Prozent) stimmen der Aussage zu. Drei von vier Bürgern (76 Prozent) fordern, dass die Solarförderung so gestaltet werden soll, dass Photovoltaikanlagen auf größeren Dächern, zum Beispiel von Mehrfamilienhäusern oder Gewerbe- und Industriegebäuden, leichter errichtet werden können. "Die Erwartungen der Menschen an die Politik sind klar: mehr Klimaschutz und mehr Solarenergie", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Im Gegensatz zu den Wünschen der Wählerinnen und Wähler stehe das derzeit im Bundestag beratene Energiesammelgesetz und die darin vorgesehenen Einschnitte bei der Förderung von Solardächern. Nach dem derzeit im Bundestag diskutierten Entwurf des Energiesammelgesetzes soll die Förderung für größere Solardächer bereits zum Jahreswechsel außerplanmäßig um rund 20 Prozent gekürzt werden. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde 2012 sogar festgeschrieben, dass die Förderung von Solardächern bei einer installierten Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt - entspricht rund 8 Prozent des Stromverbrauchs – gestoppt wird. Nur 6 Prozent der Bevölkerung halten das für richtig. Der Solardeckel könne bereits 2020 erreicht werden, so der Solarverband. "Union und SPD sollten eine Politik machen, die den Ausbau der Photovoltaik ermöglicht - nicht behindert", sagt Carsten Körnig. "Dazu braucht es neben einem ambitionierten Ausbauziel für die Photovoltaik und einem Abbau der Hindernisse Vertrauensschutz und Augenmaß bei der Energie- und Förderpolitik." Der sogenannte 52-Gigawatt-Förderdeckel sei aus der Zeit gefallen und selbst für von der Regierung beauftrage Experten nicht nachvollziehbar, wie aus dem EEG-Erfahrungsbericht hervorgeht. Demnach werde dieser Förderstopp unweigerlich einen Markteinbruch zur Folge haben. Die Förderung neuer Solaranlagen steht inzwischen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und belastet nicht mehr den Strompreis. Die Fördersätze werden durch einen Degressionsmechanismus monatlich schrittweise gesenkt. Die Vergütung sinkt schneller, wenn viele neue Solardächer gebaut werden. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass die Subventionierung von Solarstrom automatisch von allein ausläuft. "Zusätzliche Einschnitte und Deckel gehen hingegen an der Marktrealität vorbei und sind Gift für den Klimaschutz", so Körnig. Die kompletten Ergebnisse der Befragung finden Sie hier: https://bsw.li/2DnuG9F, Pressegrafiken zum Thema in unserer Mediathek: www.solarwirtschaft.de/pressegrafiken.html Zur Methodik Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.051 Personen zwischen dem 12.11. und dem 14.11.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Energiewende braucht Solar- und Windenergie gleichermaßen (Mon, 19 Nov 2018)
Energiewende braucht Solar- und Windenergie gleichermaßen Solar- und Windbranche fordern langfristige Investitionsperspektiven und Abbau von Marktbarrieren /... Die beiden Bundesverbände für Solarwirtschaft (BSW) und Windenergie (BWE) fordern von der Bundesregierung, Solar- und Windkraft nicht länger künstlich gegeneinander in den Wettbewerb zu stellen. Für eine moderne, klimafreundliche und günstige Stromversorgung sei es an der Zeit, Investitionsbarrieren wie den 52-Gigawatt-Solardeckel endlich zu beseitigen und beide Klimaschutztechnologien kraftvoll auszubauen. Nur in einem ausgewogenen Mix könnten sich Erneuerbare Energien zudem in ihren jeweiligen Vorteilen ergänzen. Hintergrund der Verlautbarung sind die heute von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Ergebnisse zur zweiten technologieoffenen Ausschreibung für Wind- und Solarparks nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wie schon bei der ersten Pilotauktion im Frühjahr dieses Jahres konnte die Photovoltaik aufgrund günstigerer Gebote alle Zuschläge auf sich vereinen. Die Politik diskutiert immer wieder gemeinsame Wind- und Solarausschreibungen. Im Energiesammelgesetz wird dieser Weg für die Zukunft angedeutet. Damit steigen die Investitionsrisiken. Für die Solarbranche sind die jüngsten Erfolge kein Grund zum Feiern: Die erzielten Zuschlagsmengen für ebenerdige Solarparks werden von den Photovoltaik-Auktionsvolumen des Folgejahres wieder abgezogen. Auch die aktuell von der Bundesregierung für die Jahre 2019-2021 geplanten Sonderausschreibungen für große ebenerdige Solarparks sind nach BSW-Einschätzung weitgehend wertlos. So soll gleichzeitig zur Einführung der Sonderauktionen für ebenerdig errichtete Solarparks die Förderung neuer Solardächer zum 1.1.2019 überraschend um zusätzlich 20 Prozent gekappt werden. Im Verlauf des Jahres 2020 soll sie mit Erreichen des "52-GW-Deckels" nach dem Willen des BMWi sogar ganz auslaufen, obwohl zu diesem Zeitpunkt auch nach Auffassung von Regierungsgutachtern erst wenige Solarprojekte ganz ohne Förderung auskommen werden. Der Förderdeckel wurde im Jahr 2012 eingeführt, als Solarstrom noch deutlich teurer war und die Klimaziele weniger anspruchsvoll. Seitdem wurden die Marktprämien bereits halbiert, gegenwärtig sinken sie monatlich regulär um 1 Prozent. "Dies ist bereits ambitioniert, aber gerade noch verkraftbar. Beseitigt der Bundestag jetzt jedoch nicht endlich den Förderdeckel und verzichtet er auf ein Veto gegenüber den zusätzlich geplanten Einschnitten, so wird das die Energiewende in den Städten ausbremsen und tausende weitere Jobs in der Solarbranche kosten", warnt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. "Die geplanten zusätzlichen Solarparks auf dem Land sind zu begrüßen, werden diesen Anschlag auf die Energiewende aber nicht auffangen können. So sind die Klimaziele nicht erreichbar", mahnt Körnig. "Deutsche Unternehmen bestimmen weltweit die Entwicklung in den Technologien auf die sich die Energiewirtschaft der Zukunft stützt. Schon deshalb ist die Energiewende eine ökonomische Chance für unser Land. Die Energiewende braucht einen breiten Technologiemix in der Erzeugung, im Vertrieb und der Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Die spezifischen Stärken von Offshore, Wind an Land und Photovoltaik komplettiert um Biogas ergänzen sich ideal. Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt deutlich zu machen, mit welchem Zeit- und Mengenvorgaben der Zubau der Erneuerbaren Energien das 2030er-Ziel von 65 Prozent erreichbar macht", so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Energiesammelgesetz: Pressestatement zum Kabinettsbeschluss (Tue, 06 Nov 2018)
Energiesammelgesetz: Pressestatement zum Kabinettsbeschluss Das Bundeskabinett hat am gestrigen Montag den Entwurf des Energiesammelgesetzes beschlossen. Damit... "Jetzt ist es die Aufgabe des Bundestags, den Referentenentwurf zu einem sinnvollen Energiewendegesetz zu machen und Hindernisse für die Photovoltaik abzubauen wie den 52-Gigawattdeckel oder die Eigenverbrauchsabgabe. Ad-hoc-Einschnitte wie die geplante Sonderkürzung der Vergütung für Photovoltaik-Dachanlagen entziehen laufenden Projekten den Boden und entwerten dauerhaft die Sonderausschreibungen. Mit dem sogenannten atmenden Deckel verfügt die Politik über ein funktionierendes Instrument, das die Vergütung an gesunkene Preise anpasst und zugleich Planungssicherheit für die Branche wahrt." Hintergrund Der Bundesverband Solarwirtschaft kritisiert an dem geplanten Vorhaben vor allem zwei Punkte: Die Bundesregierung trifft mit den geplanten Einschnitten einen der wichtigsten Motoren der Energiewende. Rund die Hälfte der jährlich neu installierten PV-Leistung ist von den nun geplanten Förderkürzungen betroffen, das PV-Anlagensegment mit einer Leistungsspanne von 40 bis 750 Kilowattpeak auf Gebäuden. Deutschland wird seine Klimaschutzziele nur erreichen und Strafzahlungen für zu hohe CO2-Emissionen nur vermeiden können, wenn die Bundesregierung den Photovoltaikausbau nicht nur auf Freiflächen, sondern auch auf Gebäuden deutlich erhöht. Körnig: "Überzogene Fördereinschnitte stehen dem Klimaziel ebenso im Wege wie der 52-Gigawatt-Förderdeckel, der spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werden dürfte. Die Bundesregierung kann nicht auf der einen Seite den Eigenverbrauch und die Direktversorgung mit Solarstrom unter anderem durch die anteilige EEG-Umlage weiterhin massiv behindern und andererseits noch erforderliche EEG-Marktprämien zu schnell kappen." Mit der kurzen Vorwarnzeit greift der Referentenentwurf tief in die Planungssicherheit der Handwerksbetriebe ein. Die Befürchtung: Viele Vertragsverpflichtungen und Finanzierungen werden sich nicht mehr erfüllen lassen; Gewerbebetriebe werden von einer Investition abgeschreckt. Der BSW fordert, die Förderkürzung im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zumindest zeitlich zu verschieben und zu strecken, um den Vertrauensschutz der Branche zu sichern. Der BSW weist zudem darauf hin, dass sich eine maßvolle Anpassung der Solarstromvergütung für neue Solarstromanlagen in den nächsten Monaten durch den in Paragraf 49 EEG geregelten atmenden Degressionsmechanismus von selbst ergeben hätte. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Anschlag auf die Energiewende (Fri, 02 Nov 2018)
Anschlag auf die Energiewende Solarwirtschaft kritisiert geplante Einschnitte bei der Photovoltaik-Förderung Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. übt scharfe Kritik an den jüngsten Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Förderung neuer Solarstromanlagen auf Gebäuden auf einen Schlag um rund 20 Prozent zu kürzen. Die jüngsten Kürzungspläne gehen aus dem gestern vorgelegten Referentenentwurf des Energiesammelgesetzes hervor. Sie sollen bereits zum Jahreswechsel 2019 in Kraft treten. Für Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar), sind die Kürzungspläne überzogen und nicht nachvollziehbar: "Die geplanten Einschnitte bei der Solarenergie sind ein Anschlag auf die Energiewende. Eine so hohe Förderkürzung mit so kurzer Vorwarnung greift tief in die Planungssicherheit der Handwerksbetriebe ein. Viele Vertragsverpflichtungen und Finanzierungen werden sich nicht mehr erfüllen lassen. Das könnte in Einzelfällen sogar bis zur Insolvenz von Installationsbetrieben führen." Der BSW fordert, die Förderkürzung im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zumindest zeitlich zu verschieben und zu strecken, um den Vertrauensschutz der Branche zu sichern. Überdies setzt die Bundesregierung nach Einschätzung des BSW mit der Förderkürzung einmal mehr das völlig falsche Signal. "Die geplanten Einschnitte treffen einen der wichtigsten Motoren der Energiewende: Photovoltaikanlagen auf Gebäuden, die oft von Bürgerhand und vom Mittelstand bezahlt und installiert werden. Eine zentralisierte Energiewende wird aber schon an der fehlenden Akzeptanz scheitern. Unter diesen Vorzeichen wird weder ein Ausstiegspfad aus der Kohleverbrennung, geschweige denn eine Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien zu machen sein", so Körnig. Rund die Hälfte der jährlich neu installierten PV-Leistung ist von den nun geplanten Förderkürzungen betroffen, das PV-Anlagensegment mit einer Leistungsspanne von 40 bis 750 Kilowattpeak auf Gebäuden. Die in den letzten Monaten verzeichnete erfreuliche Marktentwicklung genau dieses Marktsegments sorgte nach Daten der Bundesnetzagentur erst dafür, dass 2018 das erste Mal seit fünf Jahren das – ohnehin niedrige - Zubauziel der Bundesregierung erreicht werden dürfte. Körnig: „Diese erfreuliche Entwicklung gilt es zu stärken und nicht abzuwürgen!" Der BSW weist zudem darauf hin, dass sich eine maßvolle Anpassung der Solarstromvergütung für neue Solarstromanlagen in den nächsten Monaten durch den in §49 EEG geregelten atmenden Degressionsmechanismus von selbst ergeben hätte. Deutschland wird seine Klimaschutzziele nur erreichen und Strafzahlungen für zu hohe CO2-Emissionen nur vermeiden können, wenn die Bundesregierung den Photovoltaikausbau nicht nur auf Freiflächen, sondern auch auf Gebäuden deutlich erhöht. Körnig: "Überzogene Fördereinschnitte stehen diesem Ziel ebenso im Wege wie der 52-Gigawatt-Förderdeckel, der spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werden dürfte. Die Bundesregierung kann nicht auf der einen Seite den Eigenverbrauch und die Direktversorgung mit Solarstrom unter anderem durch die anteilige EEG-Umlage weiterhin massiv behindern und andererseits noch erforderliche EEG-Marktprämien zu schnell kappen." PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Einigung zum Ökostrom-Ausbau läuft ins Leere (Wed, 31 Oct 2018)
Einigung zum Ökostrom-Ausbau läuft ins Leere Einigung der Koalition auf zusätzliche Auktionen für Solar- und Windenergie werden durch... Die im Verlauf des gestrigen Abends erzielte Einigung zwischen den Fraktionsvorsitzenden der Union und SPD zum weiteren Ökostrom-Ausbau ist nach Einschätzung der Solarwirtschaft weitgehend wertlos. Es sei versäumt worden, in diesem Zusammenhang den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fixierten 52 Gigawatt-Förderdeckel für die Solarenergie zu beseitigen, kritisiert der Bundesverband Solarwirtschaft. Der Verband fordert schnelle Nachbesserungen im laufenden Gesetzgebungsverfahren und eine Streichung des Solardeckels, der spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werde. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.: "Die geplanten Sonderauktionen für die Solarenergie werden zur Mogelpackung, wenn der Solardeckel nicht zeitgleich fällt! Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele für einen beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz lassen sich so nicht erreichen!" Die zusätzlich geplanten Ausschreibungen für große Photovoltaiksysteme in zumeist ebenerdig errichteten Solarparks seien zwar grundsätzlich zu begrüßen, bei einem Fortbestand des Förderdeckels drohe jedoch ein Markteinbruch in mindestens gleicher Größenordnung bei kleineren Solarstromanlagen auf Gebäuden privater und gewerblicher Investoren. "Ohne eine Beseitigung des Solardeckels wird der erfolgreich eingeschlagene Weg in Richtung eines marktbasierten Photovoltaik-Ausbaus ein abruptes Ende finden, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Dies gefährdet tausende Arbeitsplätze und wäre einer zunehmend am Klimaschutz interessierten Öffentlichkeit sicherlich schwer vermittelbar", kritisiert Körnig. Hintergrund Vor allem die Installationszahlen für Solarstromanlagen auf Gewerbe- und Industriedächern werden ohne gesetzliche Änderungen schon bald drastisch einbrechen, so eine Analyse des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.. Schuld ist der im Jahr 2012 eingeführte Förderdeckel bei einer installierten Solarkapazität von 52 Gigawatt. Solarstromanlagen werden zwar immer preiswerter, noch ist ihr für den Klimaschutz unverzichtbarer Ausbau allerdings für einige Jahre auf eine Flankierung durch Marktprämien aus dem EEG angewiesen. Die bisherige gesetzliche Regelung sieht vor, dass neue Photovoltaikanlagen nur bis zum Erreichen einer Gesamtkapazität von 52 Gigawatt eine Einspeisevergütung erhalten. Diese Marke wird spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht. Szenarien des Verbands weisen darauf hin, dass der Photovoltaik-Zubau auf Gebäuden von derzeit rund 2.000 Megawatt im Jahr mit Erreichen des Förderdeckels auf wenige hundert Megawatt pro Jahr zusammenschmelzen wird. Auch Regierungsberater warnten bereits im Frühjahr vor einem deutlichen Marktrückgang für den Fall, dass der Deckel nicht beseitigt wird. Die nun von der Bundesregierung für die Jahre 2019 bis 2021 geplanten Sonderausschreibungen großer Solarstromanlagen von jährlich 1 bis 1,6 Gigawatt werden den durch den Solardeckel befürchteten Markteinbruch voraussichtlich nicht kompensieren können. Damit bewirken die Sonderausschreibungen unterm Strich keinen zusätzlichen Ökostrom-Ausbau im Bereich der Solarenergie und drohen ins Leere zu laufen. Die geplante Nichtanrechnung künftiger Solarauktionen auf den Solardeckel sei unzureichend, da der Förderdeckel bereits erreicht wird, bevor aus neu auktionierten Solarparks die erste Kilowattstunde Solarstrom fließt. Die Systempreise für schlüsselfertige neue Solarstromanlagen sind in den letzten zehn Jahren um 75 Prozent gesunken. Auf Basis eines reinen Marktwertes können Solaranlagen im politisch gewünschten Umfang derzeit aber noch genauso wenig errichtet werden wie Windkraftanlagen. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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Bundesregierung steuert auf Ausbaustopp der Solarenergie zu (Thu, 25 Oct 2018)
Bundesregierung steuert auf Ausbaustopp der Solarenergie zu Kohleausstieg und Ende der Kernkraft gelingen nur mit stärkerem Ausbau der Photovoltaik / Durch... Der Ausbau der preiswerten und sauberen Photovoltaik droht in wenigen Monaten in Deutschland weitgehend zum Erliegen zu kommen. Vor allem die Installationszahlen für Solarstromanlagen auf Gewerbe- und Industriedächern werden ohne gesetzliche Änderungen schon bald drastisch einbrechen, so eine Analyse des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. Schuld ist der im Jahr 2012 eingeführte Förderdeckel bei einer installierten Solarkapazität von 52 Gigawatt. Die Solarbranche fordert eine umgehende Streichung des Deckels. Solarstromanlagen würden zwar zunehmend preiswerter, noch sei ihr für den Klimaschutz unverzichtbarer Ausbau allerdings für einige Jahre auf eine Flankierung durch Marktprämien aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angewiesen. "Der Solardeckel stammt aus einer Zeit, in der Solarstrom noch teuer war. Mittlerweile zählt die Photovoltaik zu den günstigsten Energieerzeugungsformen überhaupt", erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. "Es ist nicht vermittelbar, dass die Bundesregierung angesichts der Klimakrise und des angestrebten Kohleausstiegs bei der Solarenergie weiter auf der Bremse steht. Die Streichung des Förderdeckels wird in den nächsten Wochen zum Lackmustest ihrer Glaubwürdigkeit in Sachen Klimapolitik", so Körnig. Die bisherige gesetzliche Regelung sieht vor, dass neue Photovoltaikanlagen nur bis zum Erreichen einer Gesamtkapazität von 52 Gigawatt eine Einspeisevergütung erhalten. Diese Marke ist wahrscheinlich bereits in einem Jahr erreicht. Szenarien des Verbands weisen darauf hin, dass der Photovoltaik-Zubau auf Gebäuden danach auf wenige hundert Megawatt pro Jahr zusammenschmelzen wird. Auch Regierungsberater warnten bereits vor einem deutlichen Marktrückgang für den Fall, dass der Deckel nicht beseitigt wird. Die Systempreise für schlüsselfertige neue Solarstromanlagen sind in den letzten zehn Jahren um 75 Prozent gesunken. Auf Basis eines reinen Marktwertes können Solaranlagen im politisch gewünschten Umfang derzeit aber noch genauso wenig errichtet werden wie Windkraftanlagen. Ohne eine Beseitigung des Solardeckels würden auch die gegenwärtig von der Bundesregierung geplanten Sonderausschreibungen für ebenerdig errichtete Solar- und Windparks ins Leere laufen, die vom Bundeskabinett in den nächsten Tagen beschlossen werden sollen. Körnig: "Die Sonderauktionen werden zum Taschenspielertrick, wenn der Solardeckel nicht zeitgleich fällt!" Die hier erwartbaren Zusatzmengen an Ökostrom werden den befürchteten Markteinbruch bei der Gebäude-Photovoltaik nicht annähernd auffangen können. Ihre Nichtanrechnung auf den Deckel wäre nur ein fauler Kompromiss und kein Zeitgewinn, da der Deckel bereits erreicht wird, bevor aus neu auktionierten Solarparks die erste Kilowattstunde Solarstrom fließt. Auch aus gesetzgeberischer Sicht gibt es für den Solardeckel keine Existenzberechtigung mehr: Mit zunehmender Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen wird die im EEG gewährte Marktprämie für Solarstrom auch ohne den 52 GW-Deckel in den nächsten Jahren gegen Null tendieren und die Strompreise kaum noch beeinflussen. Dies regelt ein im Paragraf 49 fixierter anspruchsvoller Förder-Degressionsmechanismus. PRESSEKONTAKT, REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN: Christian Hallerberg, Pressesprecher Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Lietzenburger Straße 53 10719 Berlin                hallerberg(at)bsw-solar.de Tel.: 030 / 29 777 88 30
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